Bhante Vimalaramsis sogenannte „wahre Lehre“ des Buddhas: Die „Ruhige Weisheits-Meditation“

by Hans on 11/06/2009

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Bhante Vimalaramsis sogenannte „wahre Lehre“ des Buddhas:

Die „Ruhige Weisheits-Meditation“

 

 

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
U Dhammaloka, hier im Vorwort

* Tipp: Die Spiegelung meiner Facebook-Seite auf diesem Blog

 

 

Bhante Vimalaramsi ist ein im deutschsprachigen Raum zunehmend aktiver amerikanischer Vipassana-Lehrer, der immer wieder behauptet, er vermittle ganz getreu die Lehre des Buddha, wie sie in den Redensammlungen des Pali-Kanon erscheine.

In diesem Kontext greift er andere Vipassana-Lehrende vor allem aus der Tradition von Mahasi Sayadaw an, die sich mit ihrem Ansatz nicht bloß auf die Reden des Buddha im Pali-Kanon, sondern auch auf die spätere Kommentarliteratur stützen.

Wie steht es also um diese Treue zu den Reden des Buddha im Pali-Kanon, die Bhante Vimalaramsi so sehr für sich beansprucht?

Im Folgenden kommt eine Kommunikation darüber zwischen einem guten Freund, der anonym bleiben will, und mir.

 

Hinweise: 

Beachte bei Interesse bitte auch die Funktionen des Blogs für Dich als Besucher sowie das Vorwort zum Blog.

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1 karuna Mai 15, 2010 um 22:23 Uhr

Dem Verfasser des Artikels vielen Dank!

Ich war vor einiger Zeit über Bhante Vimalaramsi gestoßen und war zuerst auch sehr angetan davon, dass er meinte, die Sutten genau auszulegen.
Als ich angeregt durch ihn die Sutten dann aber selbst genauer studierte, ist mir auch die ein oder andere Ungereimtheit aufgefallen.

Metta!

2 Hans Februar 25, 2010 um 19:18 Uhr

Hallo,

Da sich hier nun drei Schüler Bhante Vimalaramsis geäußert haben, die alle den Angriff auf Theorie und Gelehrtentum gemein haben, ein paar Worte dazu:

In meinem Eintrag erscheint in der Tat auch eine nähere philologische Analyse von Bhante Vimalaramsis Erklärung von „Samadhi“, die ja einen wichtigen Platz innerhalb der Begründungen seines Ansatzes einnimmt. Es ist aber vollkommen legitim, seine näher betrachtet eindeutig falsche Erklärung als solche nachzuweisen. Um diesen Nachweis leisten zu können, wird es zwangsläufig „gelehrt“, wir wir uns damit auf dem Gebiet der Philologie bewegen.

Dieser ganze Blog dient der Lehre des Buddha im und für den Westen. Dazu gehört unter anderem, dass Aussagen VORBEHALTLOS untersucht werden. Dabei ist es unerheblich, WER etwas sagt, sondern zählt lediglich, WAS jemand sagt. Und was Bhante Vimalaramsi zu dem Begriff „Samadhi“ sagt, ist objektiv gesehen Unsinn.

Wenn sich dadurch gläubige Schüler auf den Schlips getreten fühlen, sollten sie einmal näher über das Thema der unkritischen Gläubigkeit nachdenken, die zahlreiche „(blind) Gläubige“ unterschiedlicher Herkunft teilen. Außer ein paar polemischen Einwürfen und den von Bhante Vimalaramsi übernommenen Behauptungen durch Khajjopanaka ist nämlich hier bisher nichts von den Schülern Bhante Vimalaramsis gekommen.

Merkt Ihr nicht, dass Ihr damit Eurer Richtung eher ein Armutszeugnis ausstellt als sie zu „verteidigen“? Achtsamkeit äußert sich nicht bloß auf dem Sitzkissen.

Ich hatte übrigens durchaus positive Eindrücke von Bhante Vimalaramsi, als ich einmal traf, und bezweifle nicht, dass seine Methode für einige hilfreich ist. Aber nicht mehr oder weniger, als es verschiedene andere Vipassana-Methoden auch sind.

Vipassana ist eine vielgestaltige Tradition mit unterschiedlichen Ansätzen für unterschiedliche Persönlichkeitstypen. Wo eine Richtung mit einem Alleingeltungsanspruch daherkommt, ist Wachsamkeit geboten. Denn es widerspricht klar dem offenen, zur persönlichen Ausgestaltung „auffordernden“ Charakter der Achtsamkeitslehren des historischen Buddha laut dem Palikanon sowie der von ihm gelehrten Methodenfülle, um Ethik, Ruhe und höhere Einsicht hervorzubringen.

Mit vielen Grüßen

Hans Gruber

3 Khajjopanaka Februar 20, 2010 um 14:17 Uhr

Hi. Danke für die Auseinandersetzung. Hier sehe ich allerdings viel Gelehrtentun, viel Wortknauserei und wenig Praxisorientierung. Bhante Vimalas Lehrte stimmt tatsächlich nicht 100% mit der des Buddha überein. Es ist nunmal ein weiterer Kommentar. Dennoch hat Bhante Vimala auf einige sehr wichtige Abweichungen in den modernen „Vipassana“ Methoden aufgezeigt von der Meditation, die Buddha favorisierte. Die Kommentartradition versucht nämlich seit Buddhagosa die Frucht (phala) Samatha & Vipassana in den Pfad (magga) zu pressen. In der Praxis ist das, als würde man ein Pferd von hinten aufzäumen. Auch das mit den Jhanas ist nicht nur ein weiterer „Verkaufstrick“, der an den Haaren herbeigezogen ist. Vor 200 Jahren hatte die (vormals von Buddha abgelehnte) Hindu-Meditation in der Tat sehr großen Einfluss auf die wiederauflebende „Vipassana“-Bewegung in der Theravada-Tradition – mangels erfahrener buddhistischer Meditationslehrer. Wie dem auch sei, danke nochmals. Studieren ist gut, selber denken & meditieren ist besser. Lest die Worte des Buddha in der Majjhima Nikaya und findet es heraus, Freunde. Nur meine Meinung. Mit Metta.

4 Unbekannt August 3, 2009 um 15:07 Uhr

Na, da scheint aber jemand Bhante Vimala’s Methoden rein aus dem theoretischen zu verurteilen. Hätte der Autor es gewagt sich wenigstens drei Wochen täglich auf seine Vorgehensweise einzulassen, wäre dieser Artikel so wahrscheinlich so entstanden. Aber so ist das mit den Gelehrten, grau ist alle Theorie…

5 Anonym Juli 17, 2009 um 14:12 Uhr

Dhamma Grüße Autor,

neben gewissenhaft-ausführlich und neutral unternommener Anregung zu Bhante Vimalaramsi’s Methode verspüre ich beim Lesen doch auch Formulierungen, die eher einem ängstlichen oder neidhaften Geist entschlüpft sein könnten.

Hilfreich in diesem Zusammenhang wäre es sicherlich, Bhante Sayadaw Gyi U Vimalaramsi Mahatera die Möglichkeit zu geben, sich zu diesem Beitrag zu seiner Methode in diesem Blog zu äußern.

Mögen Alle Wesen Glücklich Sein

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