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	<title>Kommentare zu: Vorwort</title>
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	<description>... bedeuten Buddhismus im Westen für heute</description>
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		<title>Von: Gakusei</title>
		<link>http://www.buddha-heute.de/blog/vorwort/#comment-1142</link>
		<dc:creator>Gakusei</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 21:30:27 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr geehrter Herr Gruber,

ich danke Ihnen für Ihren kritischen Artikel „Zen und früher Buddhismus Theravâda“ und dafür, dass Sie Ihre Ansichten unter der Adresse http://www.buddha-heute.de/rubrik-02/zen-und-thera.htm veröffentlicht haben.

Als Anhänger der Zen-Philosophie - ich verwende bewusst den Begriff „Philosophie“ - stehe ich trotz allem der Zen-Strömung kritisch gegenüber.  Über zwei Punkte stolpere ich regelmäßig, die mich zu der Ansicht führen, dass jedenfalls der praktizierte Zen-Buddhismus im Westen noch nicht angekommen ist bzw. sich noch anpassen muss. 

Die 2 Kritikpunkte im Einzelnen:

1.
Der Zen-Buddhimus besteht auf eine dogmatische Unterweisung seiner Lehre. So heißt es bspw. in der frei nachlesbaren Tempelordnung der (vorbildlich transparenten(!)) Kwan Um Schule (Koreanische Zen-Schule), Zitat:
	
Do not cling to your opinions. Do not discuss your private views with others. To cling to and defend your opinions is to destroy your practice. Put away all your opinions. This is true Buddhism. http://www.kwanumzen.org/2010/temple-rules/

Hierzu ist zu bemerken, dass sich der Zen-Buddhismus mit dieser Kritik-ablehnenden Haltung in einem gewissen Konflikt zu den Erwartungen einer aufgeklärten Gesellschaft befindet.

2.
Der Zen-Buddhismus strebt nach der persönlichen Erleuchtung durch Konzentration und vernachlässigt die ethische Praxis. Das Erwachen würde den Erleuchteten in ein ethisches Wesen par excellence verwandeln, dass sich dann der Erlösung der Menschheit widmet. Weniger jedoch wird die (für den Praktizierenden noch ausstehende) Erleuchtung zum Anlass genommen, aus Ihr ein Gebot aktiven ethischen Handelns abzuleiten - in Abgrenzung zu dem üblichen Gebot des Unterlassens unethischer Taten. In der Praxis westlicher (und auch asiatischer?) Zen-Zentren verkommt der Zen-Buddhismus so zu einem reinen Egotripp, einzig auf das eigene Wohlbefinden ausgerichtet. 

Auch hier muss die frage erlaubt sein, in wieweit der so praktizierte Zen-Buddhimus  zu den Erwartungen einer christlichen, vom Gebot des „Dienst am Nächsten“ geprägten Gesellschaft im Konflikt steht.

Gakusei</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Gruber,</p>
<p>ich danke Ihnen für Ihren kritischen Artikel „Zen und früher Buddhismus Theravâda“ und dafür, dass Sie Ihre Ansichten unter der Adresse <a href="http://www.buddha-heute.de/rubrik-02/zen-und-thera.htm" rel="nofollow">http://www.buddha-heute.de/rubrik-02/zen-und-thera.htm</a> veröffentlicht haben.</p>
<p>Als Anhänger der Zen-Philosophie &#8211; ich verwende bewusst den Begriff „Philosophie“ &#8211; stehe ich trotz allem der Zen-Strömung kritisch gegenüber.  Über zwei Punkte stolpere ich regelmäßig, die mich zu der Ansicht führen, dass jedenfalls der praktizierte Zen-Buddhismus im Westen noch nicht angekommen ist bzw. sich noch anpassen muss. </p>
<p>Die 2 Kritikpunkte im Einzelnen:</p>
<p>1.<br />
Der Zen-Buddhimus besteht auf eine dogmatische Unterweisung seiner Lehre. So heißt es bspw. in der frei nachlesbaren Tempelordnung der (vorbildlich transparenten(!)) Kwan Um Schule (Koreanische Zen-Schule), Zitat:</p>
<p>Do not cling to your opinions. Do not discuss your private views with others. To cling to and defend your opinions is to destroy your practice. Put away all your opinions. This is true Buddhism. <a href="http://www.kwanumzen.org/2010/temple-rules/" rel="nofollow">http://www.kwanumzen.org/2010/temple-rules/</a></p>
<p>Hierzu ist zu bemerken, dass sich der Zen-Buddhismus mit dieser Kritik-ablehnenden Haltung in einem gewissen Konflikt zu den Erwartungen einer aufgeklärten Gesellschaft befindet.</p>
<p>2.<br />
Der Zen-Buddhismus strebt nach der persönlichen Erleuchtung durch Konzentration und vernachlässigt die ethische Praxis. Das Erwachen würde den Erleuchteten in ein ethisches Wesen par excellence verwandeln, dass sich dann der Erlösung der Menschheit widmet. Weniger jedoch wird die (für den Praktizierenden noch ausstehende) Erleuchtung zum Anlass genommen, aus Ihr ein Gebot aktiven ethischen Handelns abzuleiten &#8211; in Abgrenzung zu dem üblichen Gebot des Unterlassens unethischer Taten. In der Praxis westlicher (und auch asiatischer?) Zen-Zentren verkommt der Zen-Buddhismus so zu einem reinen Egotripp, einzig auf das eigene Wohlbefinden ausgerichtet. </p>
<p>Auch hier muss die frage erlaubt sein, in wieweit der so praktizierte Zen-Buddhimus  zu den Erwartungen einer christlichen, vom Gebot des „Dienst am Nächsten“ geprägten Gesellschaft im Konflikt steht.</p>
<p>Gakusei</p>
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