Wer bewusst atmet, lebt wirklich.
Ein buddhistischer Beitrag zur besinnlichen Zeit,
die doch immer sein sollte.
Unter diesem Link zu einer neuen Audiodatei auf meiner Website wird eine von mir angeleitete Meditation (rund 40 Minuten) zum kostenlosen Download angeboten. Sie beruht auf bestimmten Methoden der Achtsamkeits- bzw. Einsichtspraxis Vipassana, bei denen die Atembewusstheit als ein vollständiger Befreiungsweg gilt.
Copyright © Hans Gruber: Alleine eine private, nichtkommerzielle Nutzung oder Übernahme dieser geleiteten Meditation ist gestattet.
Der nachfolgende Beitrag bietet vertiefte theoretische Hintergrundinformationen. Er ist in keiner Weise Voraussetzung Nachvollzug der Meditation und getrennt von ihr zu sehen.
Anmerkung:
Zum Herunterladen auf den Link gehen, die rechte Maustaste betätigen, dann “Ziel speichern unter …” wählen. Siehe zu dieser Meditation auch die Anmerkung am Ende des Beitrags.
Alle im folgenden zitierten Reden aus dem frühbuddhistischen Palikanon können im Original in guter englischer Neuübersetzung auf dieser Website nachgelesen werden.
Vorwort:
Bei dieser Meditation steht das bewusste Ein- und Ausatmen, das jederzeit im Alltag praktiziert werden kann, als Konzentrations- und zugleich Einsichtsweg im Zentrum. Es fungiert hier – im Sinne der entsprechenden “Rede über das Bewusste Ein- und Ausatmen” Anapanasati-Sutta im Palikanon (MN 118) – als eine Dachbewusstheit über alle vier Grundformen der Achtsamkeit (in Bezug auf Körper, Gefühle, Geisteszustände und die Natürlichen Wahrheiten).
Im Rahmen dieser Dachbewusstheit geschieht auch die Bewusstwerdung der Körperempfindungen. Bei bestimmten heutigen Vipassana-Methoden wird die Atembewusstheit auf ein reines Konzentrationsmittel reduziert – vor allem bei der besonders verbreiteten und zunehmend in den Medien erwähnten Vipassana-Methode von S. N. Goenka.
Von ihm gibt es keine Kommentierung des genannten Anapanasati-Sutta, obwohl diese Achtsamkeitsrede im Palikanon ähnlich zentral ist wie die von Goenka in bestimmter Weise ausführlich interpretierte “Rede über die (Vier) Vergegenwärtigungen der Achtsamkeit” Satipatthana-Sutta (MN 10).
Die Lehrenden der Tradition von S. N. Goenka raten stark davon ab, die Bewusstheit der Körperempfindungen mit der Bewusstheit der Ein- und Ausatmung zu verbinden. Warum dies so ist, habe ich weiter unten zu erklären versucht.
Der hier oben angebotenen Atemmeditation liegen die Vipassana-Methoden der thailändischen “Naturmeister” Ajahn Buddhadâsa und Ajahn Lee Dhammadaro zu Grunde, die ich auf bestimmte Weise verbunden habe. Es sind Methoden, die über gut geeignete Ankerpunkte für die Aufmerksamkeit sowie das Bewussstmachen der Präsenz der Atmung (als Sauerstoff) im ganzen Körper die achtsame Verbindung mit der Atmung erleichtern.
Wichtig zu sehen ist:
Es geht mit Hilfe solcher die Atembewusstheit “einübender” Methoden letztlich immer bloß darum, auch im gewöhnlichen Alltag möglichst fortwährend mit dem natürlichen Fluss der Ein- und Ausatmung in achtsamer Berührung zu bleiben. Bloß dann kann die Atmung ihre spezifische Spiegel- und damit zugleich Lenkungsfunktion für die Zustände von Körper und Geist entfalten.
… … ….
Hinweise:
Beachte bei Interesse bitte auch die Infos zu den Möglichkeiten für Dich als Besucher sowie das Vorwort zum Blog.
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