Der westliche Buddhismus gewinnt Gestalt: Ein entscheidender weiterer Schritt

by Hans on 06/11/2009

 

 

 

 

Der westliche Buddhismus gewinnt Gestalt:

Ein entscheidender weiterer Schritt

 

 

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
U Dhammaloka, hier im Vorwort

* Tipp: Die Spiegelung meiner Facebook-Seite auf diesem Blog

 

 

 

 

Erstmals in der neueren Geschichte kam es am 22. Oktober 2009 zur vollen Ordination von Frauen im frühen Buddhismus Theravâda. Die Ordination ist von einer Gruppe einflussreicher westlicher Theravâda-Mönche, der Gemeinschaft des australischen Klosters Bodhinyana, feierlich bestätigt worden. Sie bedeutet einen entscheidenden weiteren Schritt zur Etablierung der buddhistischen Lehre im Abendland.

Das von dem populären Ajahn Brahm(avamso) geleitete Kloster Bodhinyana gehörte bis zu diesem Schritt zum abendländischen Zweig der thailändischen Waldtradition von Ajahn Chah. Auf einer großen Mönchsversammlung vom 1. November im Hauptkloster der Tradition, Wat Pah Pong in Thailand, wurde Ajahn Brahm aufgefordert, seine Bestätigung der Nonnenordination als nichtig zu erklären. Weil er dieser Aufforderung nicht entsprach, kam es zum Ausschluss Bodhinyanas aus der Tradition Ajahn Chahs.

Im Folgenden erscheint zuerst der entsprechende Informationsbeitrag von „Wisdom Publications“, der unter anderem manche der bisherigen Reaktionen beschreibt. Im Anschluss daran folgt der eigene Kommentar, der auch alle wichtigen Links zu den einzelnen Statements und weiterführenden Seiten enthält.

 

Aktuelle Ergänzungen (im Text fett markiert mit „Erg. I“, „Erg. II“ usw.):

 

* Am 2. Dez. 09 ist am Ende des Eintrags eine wichtige Sammlung von Links zu Ajahn Sujato ergänzt worden: Erg. I.
* Am 3. Dez. ist ein näherer Kommentar von mir zu dem mittlerweile publizierten Statement der westlichen Klöster der Linie von Ajahn Chah hinzugekommen: Erg.II.
* Am 5. Dez. habe ich einen Videovortrag von Ajahn Brahm zum Ausschluss seines Klosters eingebunden: Erg. III.
* Am 13. Dez. ist eine Beschreibung der buddhistischen Nonnen auf Taiwan ergänzt worden, die viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Erg. IV.

* Am 12. Jan. 10 ist ein Abschnitt zu einer Presseerklärung der traditionellen Mönche der Linie von Ajahn Chah und zu der Antwort (mit den jeweiligen Links) der „Buddhist Society of Western Australia“, der Trägerorganisation des australischen Klosters Bodhinyana, hinzugekommen: Erg. V.
* Am 17. Jan. 10 ist näher auf die Stellungnahme der westlichen Äbte der Linie von Ajahn Chah, „The Gathering of Elders“ von Anfang Dez. 09, eingegangen worden, weil sie Zweierlei klar zum Ausdruck bringt: Erg. VI.

 

Hinweise: 

 

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Der erwähnte Informationsbeitrag von Wisdom Publications:

[read more=“Read more“ less=“Read less“]

„The first Theravada bhikkhuni (nun) ordination in Australia, and the first in the Thai Forest Tradition anywhere in the world, was performed in Bodhinyana Monastery in Western Australia on October 22nd. Four nuns from the nearby Dhammasara Nuns Monastery took ordination: Vayama, Nirodha, Seri, and Hassapañña. The second half of the ordination ceremony was performed by Wisdom author Ajahn Brahm —the abbot of Bodhinyana—along with other monks from the monastery.

Wisdom Publications rejoices in this important step toward reestablishing the full ordination of nuns, which was first established by the Buddha himself. Bhikkhuni ordination is vital for ensuring the respect and vitality of the Buddhist Sangha in the modern world, and it accords with the essential message of the Buddha. As with monks, well-trained and observant nuns are a wonderful field of merit, wonderful exemplars, and a wonderful source of teachings for all who seek to live life according to the Dharma, and seeds of peace for the world as a whole.

While the Chinese tradition has preserved female ordination, the lineage died out in the Tibetan and Theravada traditions. In recent years, women within these traditions have been taking full ordination nonetheless, but the practice has not yet been endorsed by a consensus of senior lineage holders, the resistance coming from older monks in Asia. The Dalai Lama has been very vocal in his support, however, and an important international conference to advance the issue was held in Hamburg, Germany in 2007. Proceedings from this conference will appear shortly in Wisdom’s forthcoming book Dignity and Discipline: Reviving Full Ordination for Buddhist Nuns.

The historic event drew a severe reaction from conservative lineage holders in Thailand. The monks of the Ajahn Chah tradition headed at Wat Pa Pong complained that they had not been consulted and called Ajahn Brahm to a meeting in Northeast Thailand this past Sunday, November 1st, where they voted to expel him from the Wat Pa Pong community. A monk there even ventured that since Ajahn Brahm was now out of Wat Pa Pong, he was a Mahayanist! Other Western monks in the Ajahn Chah tradition have been relatively silent, perhaps out of a concern for harmony. Bhikkhu Bodhi, who is from a different Theravada tradition, has publicly announced his support.

Ajahn Sujato, another central figure in the ceremony, has been posting regular updates on his blog as events unfold. Ajahn Brahm’s comments from the time of the ordination can be heard here. There is also apparently a group on Facebook with lively discussion of the event and its ramifications.

As Karma Lekshe Tsomo, a Buddhist nun and a professor of Religious Studies at the University of San Diego, says in Dignity and Discipline, “Just as countries who refuse women the right to vote are considered backward today, Buddhists will certainly go down on the wrong side of history if they deny fundamental rights and freedoms to women…Recognizing full ordination for women is not only a matter of social justice, it is also simply a matter of common sense.”

For more photo’s from the event click here.

Quelle: Go beyond words.

A guest post by Wisdom editor David Kittelstrom.

 

Der eigene Kommentar (bei den unten genannten Links zu weiterführenden Infos auf anderen Blogs müssen sie dort ggf. danach suchen, weil die älteren Einträge nach hinten rücken):

 

Endlich haben führende westliche Theravada-Mönche den Mut gehabt, diesen überfälligen Schritt zu tun. Es ist überfällig aus einem einfachen Grund: Der monastische Theravada-Buddhismus würde im Abendland niemals wirklich “ankommen”, wenn nicht die historischen Gegebenheiten des Abendlandes berücksichtigt werden.

In den letzten Jahrhunderten haben Aufklärung, Sozialreformen, Demokratie, moderne Wissenschaft, Menschenrechte und Gleichberechtigung von Mann und Frau die westliche Mentalität tief geprägt. Dies gilt nicht für die südostasiatischen Länder des Thervada und Sri Lanka, was keine Abwertung dieser Länder, sondern die Feststellung eines objektiven Unterschieds bedeutet. Letzterer ist für einen authentischen westlichen Buddhismus zu berücksichtigen.

 

Außerdem:

 

Laut verschiedenen Stellen im Palikanon hat der Buddha Männern und Frauen die gleiche Befreiungsfähigkeit bescheinigt. Das dem Buddha zugeschriebene anfängliche Zögern, einen Nonnenorden zu gründen, ist philologisch betrachtet ein späterer Einschub. Darüber besteht unter den Fachwissenschaftlern Einigkeit.

So ist zum Beispiel im Kontext der alten Quellen für den Buddha eine exakte Prophezeiung mit Jahreszahlen, die er just dort macht, wo die Gründung des Nonnenordens beschrieben wird, absolut untypisch. Sie läuft dem nichtspekulativen Charakter seiner pragmatischen Befreiungslehre vollkommen zuwider. Jener angeblichen Prophezeiung zufolge sollte die buddhistische Lehre weniger lang existieren, wenn es einen Nonnenorden gäbe. Auch ist nicht glaubhaft, dass der Buddha durch eine solche Prophezeiung kurz einmal die Hälfte der Menschheit abgewertet haben soll.

Außerdem hätte sich der Buddha mit einer solchen Prophezeiung fundamental selbst widersprochen. Denn wenn er Frauen und Männern die gleiche Befreiungsfähigkeit bescheinigt, macht es keinen Sinn, dass durch die Gründung eines Nonnenordens die buddhistische Lehre weniger lang existieren soll. Im Gegenteil müsste sie dann noch viel länger existieren, weil sie im Hinblick auf die ordinierten Bewahrer dieser Lehre auf zwei gleich „befreiungsfähigen“ starken Pfeilern stünde – dem Mönchs- und dem Nonnenorden.

Diese Stelle „riecht“ nach einer Hinzufügung wenig erleuchteter Mönche späterer Jahrhunderte, die aus tief patriarchalischen asiatischen Gesellschaften stammten (ganz abgesehen von den philologischen und logischen Argumenten gegen die Authentizität jener Stelle).

Damit hatten sie ein Gegenstück zu den verschiedenen kanonischen Aussagen des Buddha, denen zufolge Männer und Frauen die gleiche Befreiungsfähigkeit besitzen. Der Zweck dahinter – die Vorrangstellung der Mönche im Orden zu untermauern, weil sie selbst diverse Vorteile davon hatten.

Aber geht es im Buddhismus nicht ganz zentral um die Überwindung egozentrischer, auf den eigenen Vorteil bedachter Ansichten?

Außerdem haben sich den monastischen buddhistischen Orden zu allen Zeiten – damals wie heute – auch solche Männer eine neue Heimat gesucht, die durch ihre Ordination bzw. ein Leben als hoch verehrte Mönche ihre persönlichen Probleme im Umgang mit dem anderen Geschlecht und Sexualität kompensieren wollten. Diesen Mönchen kommt eine niedrigere Stellung der Frauen im Orden und die Rechtfertigungen dafür nur recht.

Besonders erfreulich ist, dass jene westlichen Mönche, die jüngst den Frauen eine volle Ordination ermöglicht haben, aus der Tradition von Ajahn Chah gekommen sind. Denn deren westlicher Zweig stellt die erste erfolgreiche Etablierung eines monastischen Theravada-Ordens im Westen dar.

Bisher wurde in diesem westlichen Zweig ein Kompromissweg zwischen der thailändischen Muttertradition und den Bedingungen des Westens beschritten. Die im westlichen Zweig lebenden Frauen besaßen zwar einen höheren Status als in Thailand, aber trotzdem keine volle Ordination. Es bleibt zu hoffen, auch wenn das australische Kloster Bodhinyana augeschlossen worden ist und jetzt nicht mehr zu der Tradition von Ajahn Chah gehört, dass sich die dort stattgefundene volle Ordination von Nonnen früher oder später auch in den anderen Klöstern des westlichen Zweiges der Tradition von Ajahn Chah durchsetzen wird.

Es wird aufschlussreich, welche weiteren Statements und Diskussionen der Schritt der Mönche Bodhinyanas noch hervorrufen wird.

Theravada-Mönche in Thailand und im Westen haben sich mit ausführlichen Erklärungen gegen diesen Schritt ausgesprochen. Die genaue Abfolge der Statements erscheint auf dem Blog von Ajahn Sujato, der zu den australischen Mönchen gehörte, die der Nonnenordination beigewohnt haben. Ajahn Sujato hatte sich bereits früher von der Tradition Ajahn Chahs losgesagt. Er kommentiert die Statements gegen Ajahn Brahm auf seinem Blog (ggf. dort weiter unten suchen). Auch auf dem deutschen „TheravadaBlog“ sind verschiedene Statements nachzulesen (ggf. dort weiter unten suchen).

Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist die Erklärung der Thai-Mönche aus Wat Pah Pong, dem thailändischen Hauptkloster der Tradition von Ajahn Chah. Auch zu beachten ist das Statement von Wat Pah Nanachat, dem Kloster dieser Tradition in Thailand, in dem bloß westliche Mönche leben. Dieses Statement und die Stellungnahme der Gemeinschaft der westlichen Klöster dieser Tradition stehen hier. (Für Ihre Suche dort: Das Statement von Wat Pah Nanachat heißt „Report from Wat Nanachat regarding Wat Pah Pong decision“. Die Stellungnahme der ganzen Gemeinschaft heißt „Where we are now“.)

Ajahn Brahms Erwiderung auf die Kritiken an ihm und auf jene Begründungen der Mönche von Wat Pah Pong für den Ausschluss Bodhinyanas erscheint hier.

Der Hauptvorwurf an Ajahn Brahm lautet, dass er nicht gewartet habe, bis ein für Dezember 2009 geplantes Treffen der Äbte der Klöster der Tradition Ajahn Chahs in Australien stattgefunden habe. Wenn er nämlich dann seine Absicht, die volle Ordination der Frauen zu bestätigen, erst mit den anderen Äbten besprochen hätte, wäre sie bekannt geworden und hätte nicht zu den jetzigen Verstimmungen geführt.

Aber es ist ganz klar (was jener Brief aus Wat Pah Pong auch explizit benennt), dass selbst mit einer solchen Transparenz der Ausschluss Bodhinyanas die Folge gewesen wäre. Bloß hätte man sich dann eben gütlich getrennt. Ajahn Brahm wird vor allem die stattdessen jetzt ungütliche Trennung vorgehalten, als Bruch grundlegender Prinzipien des ordensinternen Umgangs, nämlich des Konsensprinzips, folglich als mangelnder Respekt, usw.

Aber ich persönlich meine, dass damit auch nicht alle jene öffentlichen Statements und Kritiken an Ajahn Brahm und seine öffentliche Erwiderung gekommen wären. Sie sagen sehr viel aus und bringen sehr viel ans Licht, ohne dass dies immer beabsichtigt worden ist. Das wiederum wird weitere Wellen schlagen und weitere wichtige Diskussionen in Gang setzen, die ansonsten nicht stattgefunden hätten. Diese wiederum machen es wahrscheinlich, dass sich irgendwann die volle Ordination von Frauen im ganzen Buddhismus im Abendland durchsetzen wird. Das hoffen Ajahn Brahm, die Mönche Bodhinyanas und Ajahn Sujato. Deshalb haben sie nicht bis Dezember gewartet. Ihre Motivation ist buddhistisch gesehen trefflich und heilsam.

 

Ein Beispiel:

 

Die im Infoartikel von Wisdom Publications zitierte Aussage eines Mönchs aus Wat Pah Pong nach dem Ausschluss Ajahn Brahm, dass er jetzt ein Mahayanist sei. Wie kommt der Mönch darauf? Sind aus seiner Sicht etwa alle Theravada-Mönche außerhalb der Ajahn Chah-Tradition Mahayanisten, mithin die Ajahn Chah-Tradition die einzig authentische Form des Theravada? Oder (was wahrscheinlicher ist) offenbart sich hier etwa ohne Absicht der Elitarismus eines traditionellen, auf die Vorrangstellung weniger Mönche bedachten Theravada, aus dessen Sicht jede Öffnung des buddhistischen Befreiungsweges für eine größere Zahl von Menschen eine Ausdrucksform des vermeintlich nichtauthentischen, späteren Mahayana sei?

Denn Ajahn Brahm hat die volle Nonnenordination bestätigt und dadurch allen interessierten Frauen einen gleichberechtigen klösterlichen Praxisweg eröffnet. Dies bedeutet eine Verbreiterung des buddhistischen Befreiungsweges. Außerdem ist er ein besonders populärer Vertreter des Theravada, der durch seine zahlreichen alltagsnahen, weisen und humorvollen Reden einen sehr weiten Kreis von Menschen erreicht und inspiriert. Sie können weltweit im Internet angehört und angesehen werden. Dies dürfte manchen traditionellen Theravadins nicht gefallen, aus welchen Gründen auch immer.

Übrigens wird auch die weltweite Bewegung der Achtsamkeitspraxis Vipassana, die bestimmte, ursprünglich den Mönchen vorbehaltene Theravada-Meditationsmethoden in breitem Maßstab an die Menschen bringt, von vielen traditionellen Theravadins (keineswegs bloß Mönchen) skeptisch gesehen.  Das Vipassana lässt sich als „Großes Fahrzeug“ Mahayana des Theravada resümieren. Diese Bewegung begann Ende des 19. Jahrhunderts in Burma als Reformbewegung gegen den erwähnten Elitarismus und das ursprüngliche Monopol der Klöster auf den höchsten Befreiungsweg.

Erg. II: Zu den drei Stellungnahmen „Report from Wat Nanachat“, des von Abendländern bewohnten Klosters der Ajahn Chah-Linie in Thailand selbst, „Where we are now“ der Gemeinschaft der westlichen Klöster (in der Schweiz, England, Italien, Neuseeland, USA) und „The Gathering of Elders“ der westlichen Äbte der Tradition von Ajahn Chah:

Laut diesen Stellungnahmen werden alle Entscheidungen, die nicht im Konsens getroffen werden, kategorisch abgelehnt. Zugleich geht aus ihnen hervor, dass in dieser Tradition ein Konsens über eine volle Nonnenordination nicht möglich wäre, auch im westlichen Zweig nicht. Die Siladhara-Ordination (Novizenstatus) ist alles, was die westlichen Klöster dieser Linie den Frauen bieten können: „… this is what we feel ready and able to offer. It should not be seen as a necessarily incomplete step towards something else“, wie es in „Where we are now“ heißt. Deshalb ist der Alleingang von Ajahn Brahm gut nachvollziehbar.

Es wird mit der letzteren Stellungnahme zwar eingestanden, dass viele westliche Mönche  mit den „conventions“ in einem gewissen Konflikt leben (darunter auch mit der Regel, dass selbst eine langjährige und bekannte Nonne einem gerade erst ordinierten Novizenmönch untergeordnet ist). Aber es wird argumentiert, dass eine Änderung dieser Konventionen „would break the connection to our parent community in Thailand“. Außerdem wird befürchtet, dass in einem solchen Falle im Westen die materielle Unterstützung der Auslandsthais geringer werden würde.

 

Der interessante Punkt:

 

Es ist zweifellos richtig, dass die parent community in Thailand gegen jede Änderung der Konvention ist. Aber wären auch Auslandsthais, die seit Langem neben bereits vielen Abendländern eine enge Bindung an die westlichen Klöster haben, ähnlich dagegen eingestellt? Denn sie sind schon seit vielen Jahren von den westlichen Werten, darunter der Gleichberechtigung von Mann und Frau, beeinflusst. Außerdem: Selbst wenn deren Unterstützung geringer werden würde, was nicht auszuschließen ist, scheint es ziemlich sicher, dass es durch eine größere Unterstützung der Abendländer kompensiert werden würde. Letztlich geht es bei den westlichen Klöstern um die Etablierung des Theravada im Abendland, weniger um die Pflege thailändischer kultureller Werte im Westen.

Aber davon unabhängig wäre eine Änderung der Konvention in jedem Falle geboten. Denn

1) Es gibt keine guten Gründe für deren Wahrung (der einzige ersichtliche Grund ist die Absicht der vor allem asiatischen Mönche, ihre ideelle und materielle Vormachtstellung gegenüber den Frauen zu wahren, was nicht im Sinne der Lehre des Buddha ist).

2) Menschen aus anderen Kulturen müssen die Grundwerte des Westens übernehmen, wenn sie im Westen leben wollen. Dazu gehört zentral die Gleichstellung von Mann und Frau. Was etwa für Muslime gilt, muss auch für Thais und andere Asiaten gelten.

3) Stellen aus dem Kanon, die eine Ungleichbehandlung suggerieren, sind aus Sicht der philologischen Fachleute unglaubhaft, das heißt spätere Hinzufügungen (vgl. dazu etwa den unten eingebetteten Vortrag von Ajahn Sujato).

In diesem Sinne haben Ajahn Brahm, die Community von Bodhinyana und Ajahn Sujato das einzig Richtige getan. Wir können im modernen Abendland nicht Konventionen importieren, die objektiv nicht in das moderne Abendland passen. Dies gilt vor allem dann, wenn es uns um einen westlichen Buddhismus geht, der im Westen eine weitere gesellschaftliche Wirkung entfalten soll.

Jeder aufgeklärte und moderne westliche Bürger, der vom Buddhismus noch nichts gehört hat und von Konventionen hört wie derjenigen, dass im Theravada Frauen keine volle Ordination erhalten können, oder Frauen als Ordinierte den Mönchen untergeordnet sind (und zwar selbst  langjährig verdiente und bekannte Nonnen gegenüber einem frisch ordinierten Novizen), oder nach dem jährlichen Regenzeitretreat zwar die Nonnen die Mönche mit einem formellen Akt (Pavarana Zeremonie) um Kritik für etwaige Verfehlungen bitten sollen, aber nicht umgekehrt, wendet sich zu Recht kopfschüttelnd ab.

Alle monastischen Kritiker Ajahn Brahms berufen sich auf das ordensinterne Konsensprinzip, indem sie ihm den Bruch dieses Prinzips vorhalten. Das hat schon etwas von Vorschützen. Keine der großen historischen und gesellschaftlichen Veränderungen, von denen wir heute alle einen Nutzen haben, hätte sich ereignet, wenn die ursprünglichen Initiatoren und Träger dieser Veränderungen dem Konsensprinzip gefolgt wären. Sie standen als Vordenker vielmehr generell im Widerspruch zu den Herrschenden und manchmal auch einer Mehrheit ihrer Zeitgenossen.

Das Konsensprinzip steht nicht am höchsten. Wenn seit Langem Konsens über einen unhaltbaren Zustand herrscht, in diesem Falle über die zumindest für das moderne Abendland völlig unpassende Geringerstellung von Frauen in buddhistischen Orden, bzw. der Dissens nicht so groß ist oder nicht von genügend vielen Ordensmitgliedern ausgeht, dass er einen anderen Konsens herbeiführt, sind „Alleingänge“ wie derjenige der Gemeinschaft von Bodhinyana legitim und aus meiner Sicht buddhistisch geboten.

Denn der historische Buddha hat es ja vorgemacht: Er hat als erster großer Lehrer des alten Indien das altindische Kastensystem abgelehnt und einen Nonnenorden begründet, da er Männer und Frauen als gleich befreiungsfähig gesehen hat (zu seinem angeblichen Zögern oben).

Erg. VI: In der Stellungnahme jener westlichen Äbte „The Gathering of Elders“ von Anfang Dez. 09 wird betont:

„In June 2009 the Ajahn Chah Sangha at Wat Pah Pong (Anm.: dem Haupkloster der Tradition in Thailand) reaffirmed its willingness to conform with the Thai Sangha governing council´s (Anm.: des höchsten Entscheidungsgremiums aller  thailändischen Mönche) current position: that bhikkhuni ordination has ceased to exist and cannot belegitimately revived. It was taken as given that continued membership of the group would be contingent on upholding that resolution.“

 

Daran wird also Zweierlei deutlich:

 

1) Ajahn Brahm und die Gemeinschaft des Klosters Bodhinyana wäre in jedem Fall ausgeschlossen worden, nachdem sie die volle Nonnenordination bestätigt haben, gleichgültig, ob vorher genauere Rücksprache gehalten worden wäre oder nicht.

2) Es wird zwar festgehalten, dass lange Zeit ein Nonnenorden im Theravada existiert hat (seit dem Buddha bis etwa vor 1000 Jahren auf Sri Lanka), er aber nicht wiederbelebt werden könne. Allerdings wird nicht gesagt, warum nicht. Dem steht außer dem mangelnden Willen nichts entgegen. Ajahn Brahm und die Gemeinschaft des Klosters Bodhinyana haben gezeigt , was möglich ist, wenn der Wille da ist.

Dass nicht näher begründet wird, warum eine Wiederbelebung zumindest im Westen nicht möglich sein soll, obwohl zu den historisch gewachsenen Bedingungen des Westens die Gleichberechtigung von Mann und Frau gehört, zeigt Eines:

Einer Begründung wird ausgewichen, weil es keine gute Begründung gibt; und weil der wahre Grund eher ein anderer ist; nämlich die Furcht um den Verlust oder die Einschränkung der eigenen beträchtlichen Privilegien als buddhistischer Mönch. Alles andere sind Rechtfertigungen bzw. Ablenkungen von dieser simplen Wahrheit.

Woher diese große Angst führender Mönche, Frauen einen gleichberechtigten Status im Orden zukommen zu lassen? Tiefer betrachtet ist es nichts anderes als eine Ausdrucksform des „Ich und Mein“-Festhaltens, wenn Männer in Roben es nicht ertragen können, dass Frauen in Roben gleichberechtigt ordiniert sein sollen. Von führenden buddhistischen Mönchen kann eine andere Haltung erwartet werden.

Erg. IV: Ohne Grund ist jene Furcht um den Verlust oder die Einschränkung der eigenen beträchtlichen Privilegien als buddhistischer Mönch nicht:

Vor allem im buddhistischen Taiwan haben Frauen einen gleichberechtigten Status als Ordinierte. Und dort erweisen sie sich als machtvolle und besonders engagierte Gruppe, die mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht als die männlichen Ordinierten.

Harald zur Hausen, der Direktor des deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg und Medizinnobelpreisträger von 2008, will die buddhistische taiwanesische Nonne Cheng Yen aufgrund ihres mitfühlenden Engagements weltweit für den Friedensnobelpreis 2010 vorschlagen.

Professor zur Hausen besuchte auf Taiwan die buddhistische Tzu Chi Foundation, die 1966 von der Nonne Cheng Yen gegründet worden ist. Diese Organisation hat sich von ihren ursprünglichen 30 Hausfrauen zu gegenwärtig über fünf Millionen Mitgliedern in 45 Ländern entwickelt. Professor zur Hausen war so beeindruckt von den Aktivitäten dieser Organisation zur Förderung von sozialen und gemeinschaftlichen Diensten, der medizinischen Pflege, der Erziehung und des Humanismus in Taiwan und überall auf der Welt, dass er angekündigt hat, Cheng Yen für den Friedensnobelpreis 2010 vorzuschlagen.

Wenn es im Theravada viele Jahrhunderte einen buddhistischen Orden mit voll ordinierten Frauen gegeben hat, was spricht dann dagegen, ihn heute wiederzubeleben, besonders im Westen, wo seit Langem die Gleichstellung der Frau zu den unverbrüchlichen Grundwerten gehört?

Laut der Ordensdisziplin Vinaya hat der Buddha sogar explizit die Erlaubnis gegeben, die „minor rules“ nach seinem Fortgang, und wenn es die Umstände erfordern, zu ändern. Die oben genannten Umstände im Westen erfordern es ohne jeden Zweifel.

Außerdem haben selbstverantwortliche Entscheidungen in der Lehre des Buddha einen besonders hohen Stellenwert. Also können sich Änderungsunwillige nicht darauf berufen, dass es schwer zu entscheiden sei, was jene „minor rules“ wären.

Erg. V: Besonders klar geht die wahre Haltung der traditionellen Mönche der Linie von Ajahn Chah – jene Furcht um den Verlust oder die Einschränkung der eigenen Privilegien durch immer mehr Nonnen – aus einer Erklärung vom 12. Dezember 09 hervor, die hier nachzulesen ist. Einer der Mönche erklärte offen: “If action is not taken, the council fears that more women could be ordained in the West. Sooner or later, we’ll see female monks everywhere”. Es wird auch versucht, die Thai-Gemeinschaft in Australien gegen das Kloster Bodhinyana zu mobilisieren. Die Antwort der „Buddhist Society of Western Australia“, des Trägers des Bodhinyana-Klosters, stellt Einiges richtig. Sie erscheint hier.

Ajahn Brahm und Ajahn Sujato haben durch ihr Vorgehen auch dem kritisch prüfenden Bewusstsein generell einen neuen Stellenwert verliehen. Sie haben verdeutlicht, dass es im westlichen Buddhismus einen zentralen Platz einnehmen sollte, wie in der Lehre des Buddha laut den Reden des Palikanons.

Ein ausführlicher eigener Beitrag zum Thema „Der Buddha und die Frau“ erscheint auf meiner Website unter diesem Link. Lesen Sie vor diesem Beitrag als Erstes dazu das separate Vorwort.

Unter diesem Link sind viele Vorträge in Audio- oder Videoform von den Mönchen des Bodhinyana-Klosters und von deren Abt, Ajahn Brahm/avamso, erhältlich (vgl. dort rechts).

Eine schöne Sammlung der generell sehr alltagsrelevanten, tiefen und humorvollen Vorträge Ajahn Brahms erscheint hier.

Ajahn Sujato verteidigt in besonderem Maße den Schritt Ajahn Brahms (vgl. Sujatos Blog und die Website des Santi Forest Monastery).

Erg.I: Das frei herunterladbare Werk von Ajahn Sujato über die Ordensregeln für buddhistische Nonnen erscheint hier (vor Download ist dort Anmeldung nötig). Sein frei herunterladbares Buch über die primäre Achtsamkeitsrede des Buddha erscheint hier. Eine Reihe von Audio-Vorträgen von ihm erscheint hier. Ein Überblick über Bücher, Artikel,Vorträge, Bilder und Übersetzungen von ihm und der Gemeinschaft des Klosters „Santi Forest Monastery“ erscheint hier.

Erg. III: Im Folgenden wird als Erstes ein Videovortrag von Ajahn Brahm zum Ausschluss seines Klosters aus der Ajahn Chah-Tradition gezeigt, das „Excommunication Tape“ (vor seinem Vortrag kommt eine längere Einleitung von Dennis Shepard, des Präsidenten der „Buddhist Society of Western Australia“).

Danach folgt ein Videovortrag von Ajahn Sujato. Dieser vor den aktuellen Ereignissen gehaltene Vortrag gibt einen guten Überblick über das Thema der Ordination von Frauen im Buddhismus (rechts unten im Video lässt sich dieses für Ihren Bildschirm groß stellen):

 

 

 

 

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{ 5 comments… read them below or add one }

Avatar 1 Martin Februar 2, 2011 um 20:49 Uhr

Ich war mal für ein paar Monate Novize und Mönch. Ich war damals Gast bei den „Outstanding Women in Buddhism Awards“. Ich und 2 oder 3 Thaimönche hatten unsere Sitzplätze neben der Bühne. Die ganzen Samaneris, Nonnen, die die Bühne betraten, grüssten uns, manche knieten sich auf den boden und verbeugten sich vor uns … obwohl einige nicht mehr die jüngsten waren, und obwohl es mit einer Robe relativ schwer ist, sich zu verbeugen.

Der Thaimönch neben mir sagte: „Dies sind falsche Nonnen, sowas (volle Nonnenschaft) wird man in Thailand nie aktzeptieren.“

Ich hatte 3 Gründe, warum ich die Robe nicht mehr tragen wollte: Einer davon war das Verhalten dieser Thaimönche gegenüber den Frauen. Ich habe selbst länger mit 8 Verhaltensrichtlinien (Precepts) in Klöstern gelebt. Dort gab es teilweise Mae Chees, die für Strom und Medizin zahlen mussten, während die Thaimönche fast alles bekommen haben, was sie wollten.

Natürlich gilt das nicht für alle Thaimönche, aber meiner Meinung nach haben sich die frauen intensiver mit den buddhistischen Lehren und der Praxis beschäftigt. Ich habe miterlebt, wie Mönche mit Macheten schlangen zerstückelt haben und z.b nach dem Mettachanting (Chanting eines kanonischen Textes zur Liebenden Güte) Hunde getreten haben. Ich habe Novizen und junge Mönche erlebt, die von ihren Eltern gezwungen worden sind, Mönche zu werden, obwohl dies eigentlich so nicht erlaubt ist. Ich habe Mönche erlebt, die am Abend bei Kentucky Fried Chicken Essen bestellt haben … usw.

Die Frage, die sich mir stellt: Können wir es uns leisten, Frauen, die anteilsmässig mehr praktizieren, und die die Klöster eigentlich am Leben erhalten, so zu behandeln? Wir brauchen so viele Menschen wie möglich, welche die höchstmögliche Verwirklichung erlangen. Sonst wird die Lehre des Erhabenen untergehen.

Lg, Martin

Avatar 2 Hans Januar 11, 2010 um 16:29 Uhr

Hallo Stefan,

Bodhinyana wäre auch dann ausgeschlossen worden, wenn die Mönche zuerst ihre Absicht, die volle Nonnenordination zu bestätigen, mit dem Wat Pah Pong Sangha besprochen hätten. Denn eine Bestätigung der vollen Nonnenordination wäre in jedem Fall vom Wat Pah Pong-Sangha abgelehnt worden; und die Konsequenz dieser Ablehnung wäre immer der Ausschluss gewesen.

Unheilsam ist deshalb nur diese starre Haltung gegen eine volle Nonnenordination, hinter der letztlich die Angst der traditionellen Theravâda-Mönche um den Verlust der eigenen Privilegien steht (vgl. dazu näher im Artikel oben). Die ganze jetzige Diskussion mit all den vielsagenden Stellungnahmen hätte nicht stattgefunden, wenn Ajahn Brahm und seine Unterstützer nicht so vorgegangen wären, wie sie es getan haben. Aus diesem Grunde scheint mir ihr Vorgehen ganz im Gegenteil heilsam.

So manche Buddhisten sollten sich mehr daran gewöhnen, dass friedliche Konflikte wie in diesem Falle positive Konsequenzen haben können. Offene, inhaltlich scharfe Diskussionen über wichtige Themen ist deutlich besser als der liebe friedliche Schein, hinter dem es brodelt, das heißt hinter dem sich gewisse wahre Motive gut verstecken können. Der Buddha selbst hat zahlreiche Beispiele für eine scharfe inhaltliche Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Lehrmeinungen und Verhaltensweisen geliefert. Es gibt im Westen zu viele Vertreter einer Art von Honigkuchen-Buddhismus. „Weisheit durch eigenes Nachdenken“ ist in der buddhistischen Lehre die Basis der anderen Weisheiten.

Der Blog von Bhikkhu Sujato scheint mir das umfassendste Informationsmedium zu den Vorgängen und Stellungnahmen rund um die volle Nonnenordination –

Eine kurze Antwort von Bhikkhu Sujato auf den Kommentar von Ajahn Chandako:

http://sujato.wordpress.com/?s=Remarks+on+Ajahn+Chandako

Die genaue Antwort des Sangha des Klosters Bodhinyana auf den Kommentar von Ajahn Chandako und anderen Kritikern der vollen Nonnenordination:

http://sujato.wordpress.com/?s=Ajahn+Chandako

Eine Antwort vom 8. Jan. 10 aus einer sehr fortschrittlichen Thai-Perspektive auf die Kritiker der vollen Nonnenordination:

http://sujato.wordpress.com/2010/01/08/from-prachathai-by-surapot-thaweesak/

Herzliche Grüße

Hans Gruber

Avatar 3 Stefan Dezember 14, 2009 um 10:27 Uhr

Ich denke, die Ordination von Frauen ist ein wichtiger und notwendiger Schritt für den westlichen Buddhismus.

Die Vorgehensweise in diesem Fall war jedoch meiner Meinung nach leider nicht sehr heilsam. Den Ausschluss Bodhinyanas aus der Tradition Ajahn Chahs halte ich daher auch für gerechtfertigt.

Hier sind auch zwei gute Kommentare dazu von Bhikkhu Bodhi und Ajahn Chandako.

http://sujato.wordpress.com/2009/11/08/bhikkhu-bodhis-revised-response/

http://www.buddhistchannel.tv/index.php?id=8,8666,0,0,1,0

Liebe Grüsse

Avatar 4 Dr. Paul Chalupny Dezember 1, 2009 um 11:57 Uhr

Kontemplation zum Thema Bhikkhuni-Ordination:

Veränderungen finden von Moment zu Moment statt.

Wie reagiert der Geist auf Veränderungen?

Mit ANHAFTEN oder mit GLEICHMUT?

Macht es einen Unterschied, ob Frauen, Männer, Nonnen, Mönche die Lehre des Buddha praktizieren?

Herr Chalupny:
Theravada-Gruppe Salzburg – Buddhistische Praxis im Alltag

Avatar 5 Alexander November 12, 2009 um 15:57 Uhr

Wie manifestiert sich das absolute Sein der Wesen?

Sind wir nicht alle gleich(berechtigt)?

Die Dinge auf alsoluter Ebene sehen heißt:
Die Buddhanatur kennt kein MÄNNLICH oder WEIBLICH. Die Buddhanatur ist geschlechtslos und frei von Hierarchien.

Also wozu dienen Unterscheidungen zwischen Nonnen und Mönchen?

Die Lehre Buddhas zielt ab auf das Erkennen der Buddhanatur mit all ihren Aspekten wie Mitgefühl, Achtsamkeit, intuitive Einsicht, Geduld … !

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