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	<title>Kommentare für Selbstdenken und innere Praxis:</title>
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	<description>.... bedeutet Buddhismus im Westen für heute</description>
	<lastBuildDate>Thu, 05 Aug 2010 20:47:40 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Die Tradition des Vipassana von S. N. Goenka und ihre &#8220;reine Technik&#8221; des Buddha von Hans</title>
		<link>http://www.buddha-heute.de/blog/2010/03/07/die-tradition-des-vipassana-von-s-n-goenka-und-ihre-reine-technik-des-buddha/comment-page-1/#comment-133</link>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 20:47:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://meinung.buddha-heute.de/2010/03/07/17/#comment-133</guid>
		<description>Hallo zusammen,

Auf diesem Blog geht es um sachliche Diskussionen über zentrale Fragen des Dhamma, ob nun in Form von klaren Kontroversen oder ehrlicher Übereinstimmung.

Der Erkenntnisgewinn aus sachlich geführten Kontroversen ist besonders hoch, deutlich höher als aus Gesprächen, die unter unbewusstem oder propagiertem Harmoniezwang (falscher Übereinstimmung) stehen. Übrigens hat sich &quot;Prügel&quot; offenbar bloß auf die bekannte Zen-Methode der &quot;Stockschläge&quot; als Mittel zum Erwachen bezogen, was vielleicht missverstanden worden ist. 

Viele heutige Buddhisten meinen, wenn man sich kritisch über Themen oder mit anderen auseinander setzt, sei es schlecht und unbuddhistisch. 

Ein Trugschluss. 

Der Buddha hat viele kritische Auseinandersetzungen mit zeitgenössischen Lehrmeinungen und Lehrenden (v. a. den Brahmanen und Waldasketen) geführt, wenn man nach dem Zeugnis des Palikanons geht. 

Zur Zeit des Buddha musste sich eine gute Lehre in der sachlichen Auseinandersetzung bewähren können. Ansonsten galt sie nicht viel. 

Das hatte damit zu tun, dass der &quot;Trefflichen Sicht&quot; die höchste Bedeutung für den frühbuddhistischen Befreiungsweg zukam (gleichsam als das &quot;Führungsglied&quot;). Um aber trefflich von weniger trefflich oder verfehlt unterscheiden zu lernen, muss man auch abwägen, vergleichen und sich kritisch mit anderen Sichtweisen auseinander setzen.

Und in der Lehre des Buddha laut Palikanon gilt die &quot;Weisheit durch eigenes Nachdenken&quot; als die Grundvoraussetzung für die Höherentwicklung der Weisheit (über die &quot;Weisheit durch Aufnehmen&quot; und die &quot;Weisheit durch meditative Verinnerlichung&quot;; vgl. &lt;a href=&quot;http://www.buddha-heute.de/blog/vorwort/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;auch das Blogvorwort&lt;/a&gt;). 

Salopp gesagt: Ohne eigenen Kopf, kritische Analyse oder &quot;Selbstdenken&quot; geht nicht viel auf dem frühbuddhistischen Befreiungsweg! 

Zum Thema der &quot;Liebenden Güte&quot; Metta hier noch ein sehr guter Tipp: 

&lt;a href=&quot;http://www.tushita-buch.de/medien-angebote/bhante-sujiva&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Unter diesem Link &lt;/a&gt; erscheinen die kostenlosen Audioaufnahmen eines vollständigen zehntägigen Kurses von Bhante Sujiva zum Thema Metta (Vorträge sowie geleitete Meditationen zu Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut), in guter Audioqualität. 

Die Audios sind übersichtlich betitelt. Die Vorträge und geleiteten Meditationen sind von mir übersetzt worden. 

Dieser Audiokurs ist jedem zu empfehlen, der sich vertieft mit diesem Thema in Theorie und Praxis befassen möchte; ein Thema, das in Ergänzung zur Achtsamkeits- bzw. Einsichtspraxis Vipassana notwendig ist. 

Das geht hier weit hinaus über ein &quot;Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!&quot; (ohne irgendwelchen konkreten Methoden zur Entwicklung des Herzens im großen Umfeld dieser Aufforderung) oder ein &quot;May all beings be happy!&quot;

Herzlich

Hans

PS: Ich stelle fest, dass die oben verlinkten Aufnahmen von dem zehntägigen Mettakurs mit Bhante Sujiva auf der betreffenden Website in reduzierter Qualität angeboten werden, wohl um Speicherplatz zu sparen. So ist Bhante Sujiva sehr schlecht zu verstehen. 

Ich komme gerade nicht an die Originale, weil die Freundin, die sie bearbeitet und in MP3s umgesetzt hat, im Urlaub ist. Ich hoffe, sie hat die Originale noch. Dann stelle ich sie auf meine eigene Website und gebe hier Bescheid. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo zusammen,</p>
<p>Auf diesem Blog geht es um sachliche Diskussionen über zentrale Fragen des Dhamma, ob nun in Form von klaren Kontroversen oder ehrlicher Übereinstimmung.</p>
<p>Der Erkenntnisgewinn aus sachlich geführten Kontroversen ist besonders hoch, deutlich höher als aus Gesprächen, die unter unbewusstem oder propagiertem Harmoniezwang (falscher Übereinstimmung) stehen. Übrigens hat sich &#8220;Prügel&#8221; offenbar bloß auf die bekannte Zen-Methode der &#8220;Stockschläge&#8221; als Mittel zum Erwachen bezogen, was vielleicht missverstanden worden ist. </p>
<p>Viele heutige Buddhisten meinen, wenn man sich kritisch über Themen oder mit anderen auseinander setzt, sei es schlecht und unbuddhistisch. </p>
<p>Ein Trugschluss. </p>
<p>Der Buddha hat viele kritische Auseinandersetzungen mit zeitgenössischen Lehrmeinungen und Lehrenden (v. a. den Brahmanen und Waldasketen) geführt, wenn man nach dem Zeugnis des Palikanons geht. </p>
<p>Zur Zeit des Buddha musste sich eine gute Lehre in der sachlichen Auseinandersetzung bewähren können. Ansonsten galt sie nicht viel. </p>
<p>Das hatte damit zu tun, dass der &#8220;Trefflichen Sicht&#8221; die höchste Bedeutung für den frühbuddhistischen Befreiungsweg zukam (gleichsam als das &#8220;Führungsglied&#8221;). Um aber trefflich von weniger trefflich oder verfehlt unterscheiden zu lernen, muss man auch abwägen, vergleichen und sich kritisch mit anderen Sichtweisen auseinander setzen.</p>
<p>Und in der Lehre des Buddha laut Palikanon gilt die &#8220;Weisheit durch eigenes Nachdenken&#8221; als die Grundvoraussetzung für die Höherentwicklung der Weisheit (über die &#8220;Weisheit durch Aufnehmen&#8221; und die &#8220;Weisheit durch meditative Verinnerlichung&#8221;; vgl. <a href="http://www.buddha-heute.de/blog/vorwort/" rel="nofollow">auch das Blogvorwort</a>). </p>
<p>Salopp gesagt: Ohne eigenen Kopf, kritische Analyse oder &#8220;Selbstdenken&#8221; geht nicht viel auf dem frühbuddhistischen Befreiungsweg! </p>
<p>Zum Thema der &#8220;Liebenden Güte&#8221; Metta hier noch ein sehr guter Tipp: </p>
<p><a href="http://www.tushita-buch.de/medien-angebote/bhante-sujiva" rel="nofollow">Unter diesem Link </a> erscheinen die kostenlosen Audioaufnahmen eines vollständigen zehntägigen Kurses von Bhante Sujiva zum Thema Metta (Vorträge sowie geleitete Meditationen zu Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut), in guter Audioqualität. </p>
<p>Die Audios sind übersichtlich betitelt. Die Vorträge und geleiteten Meditationen sind von mir übersetzt worden. </p>
<p>Dieser Audiokurs ist jedem zu empfehlen, der sich vertieft mit diesem Thema in Theorie und Praxis befassen möchte; ein Thema, das in Ergänzung zur Achtsamkeits- bzw. Einsichtspraxis Vipassana notwendig ist. </p>
<p>Das geht hier weit hinaus über ein &#8220;Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!&#8221; (ohne irgendwelchen konkreten Methoden zur Entwicklung des Herzens im großen Umfeld dieser Aufforderung) oder ein &#8220;May all beings be happy!&#8221;</p>
<p>Herzlich</p>
<p>Hans</p>
<p>PS: Ich stelle fest, dass die oben verlinkten Aufnahmen von dem zehntägigen Mettakurs mit Bhante Sujiva auf der betreffenden Website in reduzierter Qualität angeboten werden, wohl um Speicherplatz zu sparen. So ist Bhante Sujiva sehr schlecht zu verstehen. </p>
<p>Ich komme gerade nicht an die Originale, weil die Freundin, die sie bearbeitet und in MP3s umgesetzt hat, im Urlaub ist. Ich hoffe, sie hat die Originale noch. Dann stelle ich sie auf meine eigene Website und gebe hier Bescheid.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Die Tradition des Vipassana von S. N. Goenka und ihre &#8220;reine Technik&#8221; des Buddha von Rupaloka</title>
		<link>http://www.buddha-heute.de/blog/2010/03/07/die-tradition-des-vipassana-von-s-n-goenka-und-ihre-reine-technik-des-buddha/comment-page-1/#comment-132</link>
		<dc:creator>Rupaloka</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 17:09:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://meinung.buddha-heute.de/2010/03/07/17/#comment-132</guid>
		<description>Nun, der Buddha hatte nur mit seiner Lehre zu tun. Die hatte er entwickelt, weil alles, was sonst zu seiner Zeit gelehrt wurde, ihn nicht befriedigen konnte. Die Befreiung ging ihm nicht weit genug. Er hat nicht Erleuchtung gelehrt, sondern den Befreiungsweg!

Warum verbreiten sich Goenkas Schulen so rapide? Jeder Alte Schüler hat Zugang zu der Buchhaltung. Es gibt kein Geheimnis, die Schüler sind begeistert.

Worüber? Frag sie! Wenn ich frage erfahre ich, daß ihr Leben leichter geworden ist. Sie agieren und vor allem sie reagieren nicht mehr so wie vorher. So habe ich es auch erfahren.

Anderswo nicht.

Im Pali Kanon steht nicht alles. Und der Buddha wollte keine Autorität sein für seine Schüler.

Und Prügelstrafe steht auch nicht drin!

Metta!

Ach ja. Dies ist mein Abschied aus dem Blog. Ich hab mal in die anderen Themen geschaut. Da wird mir auch zuviel geprügelt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, der Buddha hatte nur mit seiner Lehre zu tun. Die hatte er entwickelt, weil alles, was sonst zu seiner Zeit gelehrt wurde, ihn nicht befriedigen konnte. Die Befreiung ging ihm nicht weit genug. Er hat nicht Erleuchtung gelehrt, sondern den Befreiungsweg!</p>
<p>Warum verbreiten sich Goenkas Schulen so rapide? Jeder Alte Schüler hat Zugang zu der Buchhaltung. Es gibt kein Geheimnis, die Schüler sind begeistert.</p>
<p>Worüber? Frag sie! Wenn ich frage erfahre ich, daß ihr Leben leichter geworden ist. Sie agieren und vor allem sie reagieren nicht mehr so wie vorher. So habe ich es auch erfahren.</p>
<p>Anderswo nicht.</p>
<p>Im Pali Kanon steht nicht alles. Und der Buddha wollte keine Autorität sein für seine Schüler.</p>
<p>Und Prügelstrafe steht auch nicht drin!</p>
<p>Metta!</p>
<p>Ach ja. Dies ist mein Abschied aus dem Blog. Ich hab mal in die anderen Themen geschaut. Da wird mir auch zuviel geprügelt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die Tradition des Vipassana von S. N. Goenka und ihre &#8220;reine Technik&#8221; des Buddha von Oliver</title>
		<link>http://www.buddha-heute.de/blog/2010/03/07/die-tradition-des-vipassana-von-s-n-goenka-und-ihre-reine-technik-des-buddha/comment-page-1/#comment-131</link>
		<dc:creator>Oliver</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 11:48:01 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Aber ich bin aus allem der Überzeugung, daß die von Goenka gelehrte Technik schneller weiter führt.&quot;

Dreißig Stockschläge für Dich, Rupaloka! :)

Ich lese hier seit einer Weile mit, aber Aussagen wie diese bringen mich zum lächeln. Könntest du mir, Rupaloka, kurz einen Verweis auf den Pali-Kanon geben, wie Buddha Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke beim Achtsamsein gemessen hat?

Vielleicht lächelst du nun auch ein wenig.

Liebe Grüße
Oliver</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Aber ich bin aus allem der Überzeugung, daß die von Goenka gelehrte Technik schneller weiter führt.&#8221;</p>
<p>Dreißig Stockschläge für Dich, Rupaloka! <img src='http://www.buddha-heute.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich lese hier seit einer Weile mit, aber Aussagen wie diese bringen mich zum lächeln. Könntest du mir, Rupaloka, kurz einen Verweis auf den Pali-Kanon geben, wie Buddha Geschwindigkeit und zurückgelegte Strecke beim Achtsamsein gemessen hat?</p>
<p>Vielleicht lächelst du nun auch ein wenig.</p>
<p>Liebe Grüße<br />
Oliver</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die Tradition des Vipassana von S. N. Goenka und ihre &#8220;reine Technik&#8221; des Buddha von Rupaloka</title>
		<link>http://www.buddha-heute.de/blog/2010/03/07/die-tradition-des-vipassana-von-s-n-goenka-und-ihre-reine-technik-des-buddha/comment-page-1/#comment-130</link>
		<dc:creator>Rupaloka</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 10:04:31 +0000</pubDate>
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		<description>Falls jemand eine andere Technik bevorzugt, so ist das nicht falsch!

&quot;Natürlich liegt dieser “jemand anders” für Dich falsch, wenn er eine andere Technik bevorzugt.&quot;

Jeden, auch Dich, Hans, lasse ich gerne recht haben.

Das ist euer eigenes Leiden.

Metta!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Falls jemand eine andere Technik bevorzugt, so ist das nicht falsch!</p>
<p>&#8220;Natürlich liegt dieser “jemand anders” für Dich falsch, wenn er eine andere Technik bevorzugt.&#8221;</p>
<p>Jeden, auch Dich, Hans, lasse ich gerne recht haben.</p>
<p>Das ist euer eigenes Leiden.</p>
<p>Metta!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die Tradition des Vipassana von S. N. Goenka und ihre &#8220;reine Technik&#8221; des Buddha von Hans</title>
		<link>http://www.buddha-heute.de/blog/2010/03/07/die-tradition-des-vipassana-von-s-n-goenka-und-ihre-reine-technik-des-buddha/comment-page-1/#comment-129</link>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 17:56:43 +0000</pubDate>
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		<description>Natürlich liegt dieser &quot;jemand anders&quot; für Dich falsch, wenn er eine andere Technik bevorzugt. Denn Du bist der hier erneut ausgedrückten Meinung, &quot;dass die von Goenka gelehrte Technik schneller weiter führt&quot;. 

Für Dich oder bestimmte andere schneller weiter führt; aber für andere wiederum nicht; ebenso für einige wie gesagt alte Schüler der Goenka-Tradition, die sich anderen Vipassana-Methoden zugewandt haben, nicht mehr.

Letztlich sind es bloß die Früchte einer guten Konzentrationsmeditation, die eine solche Anhaftung begründen, wie Du sie ausdrückst. Und vielleicht auch alte christliche Prägungen, die zum einen, wahren Weg neigen lassen. 

Angesichts der Tatsache, dass Du nach Deinen Angaben aus keinen guten Gründen ausgeschlossen worden bist, solltest Du einen kritischen Blick auf die Tradition werfen. 

In der Lehre des Buddha, auf die sich Goenka fortwährend auf seine ganz spezifische, oben genau beschriebene Weise beruft, geht es v. a. um Einsicht. Konzentration ist hier bloß ein Mittel, bei dem man nicht stehen bleiben sollte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich liegt dieser &#8220;jemand anders&#8221; für Dich falsch, wenn er eine andere Technik bevorzugt. Denn Du bist der hier erneut ausgedrückten Meinung, &#8220;dass die von Goenka gelehrte Technik schneller weiter führt&#8221;. </p>
<p>Für Dich oder bestimmte andere schneller weiter führt; aber für andere wiederum nicht; ebenso für einige wie gesagt alte Schüler der Goenka-Tradition, die sich anderen Vipassana-Methoden zugewandt haben, nicht mehr.</p>
<p>Letztlich sind es bloß die Früchte einer guten Konzentrationsmeditation, die eine solche Anhaftung begründen, wie Du sie ausdrückst. Und vielleicht auch alte christliche Prägungen, die zum einen, wahren Weg neigen lassen. </p>
<p>Angesichts der Tatsache, dass Du nach Deinen Angaben aus keinen guten Gründen ausgeschlossen worden bist, solltest Du einen kritischen Blick auf die Tradition werfen. </p>
<p>In der Lehre des Buddha, auf die sich Goenka fortwährend auf seine ganz spezifische, oben genau beschriebene Weise beruft, geht es v. a. um Einsicht. Konzentration ist hier bloß ein Mittel, bei dem man nicht stehen bleiben sollte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die Tradition des Vipassana von S. N. Goenka und ihre &#8220;reine Technik&#8221; des Buddha von Rupaloka</title>
		<link>http://www.buddha-heute.de/blog/2010/03/07/die-tradition-des-vipassana-von-s-n-goenka-und-ihre-reine-technik-des-buddha/comment-page-1/#comment-128</link>
		<dc:creator>Rupaloka</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 17:41:00 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, Hans, ich wiederhole mich hier nur noch einmal kurz, weil ja doch alles wesentliche schon gesagt ist:

Falls jemand eine andere Technik bevorzugt, so ist das nicht falsch! Aber ich bin aus allem der Überzeugung, daß die von Goenka gelehrte Technik schneller weiter führt.

Ganz herzlich! Rolf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, Hans, ich wiederhole mich hier nur noch einmal kurz, weil ja doch alles wesentliche schon gesagt ist:</p>
<p>Falls jemand eine andere Technik bevorzugt, so ist das nicht falsch! Aber ich bin aus allem der Überzeugung, daß die von Goenka gelehrte Technik schneller weiter führt.</p>
<p>Ganz herzlich! Rolf</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die Tradition des Vipassana von S. N. Goenka und ihre &#8220;reine Technik&#8221; des Buddha von Hans</title>
		<link>http://www.buddha-heute.de/blog/2010/03/07/die-tradition-des-vipassana-von-s-n-goenka-und-ihre-reine-technik-des-buddha/comment-page-1/#comment-127</link>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 16:59:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://meinung.buddha-heute.de/2010/03/07/17/#comment-127</guid>
		<description>Hallo Rupaloka,

&quot;Sandkasten&quot; und &quot;Förmchen&quot; sind das nicht, sondern eine längst überfällige und vielsagende Diskussion zu zentralen Fragen. 

Leider ist es Usus unter bestimmten Buddhisten, klares Denken abzuwerten, v. a. wenn sie inhaltlich nicht mehr weiterkommen. Damit sind sie auf dem Holzweg und machen sich bloß selbst etwas vor. Klares Denken hat laut Palikanon eine zentrale Funktion auf dem Befreiungsweg (wie auch mit dem angekündigten zweiten Teil dieser Kritik deutlich werden wird). 

Du fragst: 

&quot;Was sollen denn die realen, objektiven Gegebenheiten sein, mit denen Du Goenkas Ansprüche und sein Selbstverständnis vergleichst? Außerdem zitierst Du mich: &quot;Aus&quot; logisch &quot;nachvollziehbaren&quot; ODER (!, bitte genau lesen, bevor Du zitierst) &quot;von anderen berichteten Beobachtungen!&quot; 

Mit letzteren meine ich etwa die Berichte alter Schüler, die sie oben beschrieben haben, zu Sanktionen, die gegen sie ergriffen worden sind, weil sie Gehmeditation praktiziert haben; oder ein Theravada-Buch während eines Servicekurses lesen wollten; usw. Das sind objektive empirische Daten, aus denen sich bestimmte Schlüsse ziehen lassen (es sind weitere Belege für die spezifischen, mit der Lehre des Buddha laut Palikanon nicht vereinbaren Reinheitsauffassungen in der Tradition von S. N. Goenka).

Subjektive Meditationserfahrungen, auch wenn sie von anderen geteilt werden, gehören nicht dazu. 

Denn es wird immer Anhänger von anderen Traditionen geben, die sie eben nicht teilen, und solchen Meditationserfahrungen unter Bezugnahme auf ihre eigenen Erfahrungen widersprechen. Dann haben wir jenes Kindergeplänkel (mit dem darüber hinaus deutlich zum Ausdruck gebracht wird, dass es mit der tieferen Einsicht nicht sonderlich weit her ist). 

Hier liegt nach meiner Meinung auch ein wichtiger Grund, warum die buddhistischen Ordensregeln vorgeben, dass Ordinierte verwirklichte Befreiungsfrüchte nicht öffentlich kundgeben dürfen. Im Westen dagegen gehen einige fast schon &quot;hausieren&quot; mit ihren tollen Meditationserfahrungen oder Einsichten; und merken gar nicht, wie sehr sie damit lediglich ihr Ego zum Ausdruck bringen. 

Echte Früchte zeigen sich in der Wahl der Worte, der Praxis und dem gelebten Beispiel, nicht in Deklarationen und Inanspruchnahmen.

Es ist nicht so, dass die Atemachtsamkeit laut der &quot;Rede zum bewussten Ein- und Ausatmen&quot; &lt;em&gt;Anapanasati-Sutta &lt;/em&gt; zu den Vier Vergegenwärtigungen der Achtsamkeit &quot;führt&quot;, wie Du meinst. Laut dem Sutta &quot;erfüllt&quot; sie diese vielmehr, bringt sie innerlich zustande bzw. ist das eigentliche Instrument, um sie zu verwirklichen. Die Vier Vergegenwärtigungen der Achtsamkeit &quot;erfüllen&quot; dann die Sieben Glieder des Erwachens. Die letzteren &quot;erfüllen&quot; dann das befreiende Wissen - immer durch die oder innerhalb der Atembewusstheit. 

Mit diesem &quot;Erfüllen&quot; oder &quot;Zustandebringen&quot; ist gemeint, wie auch eindeutig aus der ganzen nachfolgenden konkreten Beschreibung der Methode hervorgeht, dass DURCH, WÄHREND oder INNERHALB der Übung des bewussten Ein- und Ausatmens (nicht &quot;nach&quot;, wie bei Goenka) sich selbsttätig die Vier Vergegenwärtigungen usw. entfalten, bis hin zum befreienden Wissen. 

Bestimmte Vipassana-Methoden (etwa von Lee Dhammadaro oder Ajahn Buddhadasa) setzen diese Anweisungen z. B. konkret in der Weise um, dass sie sukzessive den ganzen Körper ALS VON Atem oder Sauerstoff erfüllt in eine systematisch entfaltete Bewusstheit einschließen (was durch den Sauerstofftransport über das Blut in alle Körperzellen real der Fall ist). 

Diese Methoden sind vom technischen Ablauf ganz anders aufgebaut als das Body Sweeping von S. N. Goenka. 

Den intellektuellen Vordenkern seines Systems geht es auch darum, eine klare Trennung zur Atembewusstheit vorzunehmen. So lautet das Buch von Marshall Glickman explizit &quot;Beyond the Breath&quot;. Und von Goenka gibt es kaum Aussagen zum &lt;em&gt;Anapanasati-Sutta&lt;/em&gt;. Der tiefere Grund für jene Trennung liegt meines Erachtens darin, dass die Atembewusstheit in besonderer Weise das universelle Nicht-Selbst verdeutlicht; und letzteres durch Goenka &quot;indisch&quot; umgedeutet wird (um nicht immer &quot;hinduistisch zu sagen, weil &quot;Hinduismus&quot; ein sehr breiter Überbegriff über verschiedene altindisch verwurzelte Religionen ist), wodurch es Raum für Lehren von einem wahren Selbst lässt (dazu siehe oben).

Achtsamkeit ist nicht dasselbe wie Konzentration. Studiere etwa einmal den Abhidhamma, der Konzentration als einen neutralen Faktor beschreibt, der heilsamen wie auch unheilsamen Zwecken dienen kann, Achtsamkeit dagegen als einen aufgrund des einhergehenden &quot;Sehens&quot; heilsamen Faktor; oder lies sorgfältig die Reden (aber nicht in KE Neumanns uralten Übersetzungen). 

Natürlich kann sich Konzentration lediglich über Achtsamkeit einstellen, weil Achtsamkeit erforderlich ist, um auf ein Objekt ausgerichtet zu bleiben. Aber laut frühbuddhistischer Definition &quot;sieht&quot; Achtsamkeit darüber hinaus in das Wesen eines Objektes bzw. &quot;versteht&quot; es immer tiefer, bis die Drei Merkmale (Vergänglichkeit; unzureichende, das heißt die unbewussten Hoffnungen auf Permanenz nicht erfüllende Bestehensweise und Nicht-Selbst) befreiend aufscheinen. 

Weiter schreibst Du: 

&quot;Du ignorierst auch völlig das Sutra über die Körperachtsamkeit, welches ich weiter oben zitierte. Da hebt der Buddha im Text ausdrücklich hervor, daß die Körperachtsamkeit eine wesentliche Besonderheit hat: ,… who ever develops and cultivates mindfulness directed to the body includes thereby all the wholesome states that partake of supreme knowledge.´ Das behauptet der Buddha so ausdrücklich von der Atemachtsamkeit nirgendwo.&quot;

In diesem &lt;em&gt;Kayagatasati-Sutta&lt;/em&gt; (MN 118) steht in der Tat der von Dir zitierte Satz. Denn dieses Sutta beschreibt einen Weg zur Befreiung auf Grundlage der konzentrativen Vertiefungen Jhanas. 

Demgemäß erscheinen in diesem Sutta die einzelnen Methoden der Körperachtsamkeit (nämlich Achtsamkeit für das Atmen, die Positionen, die täglichen Aktivitäten, die Körperteile, die natürlichen Elemente und die Verwesungsstadien), wie sie ebenfalls in der &quot;Rede über die Vier Vergegenwärtigungen der Achtsamkeit&quot; Satipatthana-Sutta stehen, ABER OHNE den ausführlichen, nach jeder Methode wiederholten Zusatz zur Einsichtsentwicklung des &lt;em&gt;Satipatthana-Sutta&lt;/em&gt; und anstattdessen jeweils mit der Beschreibung von Konzentration. 

In anderen Worten: Im &lt;em&gt;Kayagatasati-Sutta&lt;/em&gt; werden die einzelnen Methoden der Körperachtsamkeit lediglich dazu verwandt, die Konzentration immer höher zu entwickeln, bis hin zu den Jhanas. Sie werden dort im Anschluss an die Methoden der Körperachtsamkeit auch beschrieben. Auf Basis der Jhanas sind dann ebenfalls die befreienden Einsichten möglich.

Dagegen geht es im &lt;em&gt;Satipatthana-Sutta &lt;/em&gt;(MN 10) und &lt;em&gt;Anapanasati-Sutta&lt;/em&gt; (MN 118) um einen Weg zu den befreienden Einsichten unabhängig von den konzentrativen Vertiefungen Jhanas. Dieser &quot;jhana-freie&quot; Weg wird dort ebenfalls hoch gepriesen - im &lt;em&gt;Satipatthana-Sutta &lt;/em&gt;als der &quot;Direkte Weg&quot; zur Befreiung; und im &lt;em&gt;Anapanasati-Sutta&lt;/em&gt; als von &quot;großer Frucht und großem Nutzen&quot;, weil er in Form der Atembewusstheit als Dachbewusstheit bis hin zum befreienden Wissen führt. Das sind ähnlich ausdrückliche Betonungen der Befreiungswirkung wie der von Dir zitierte Satz des &lt;em&gt;Kayagatasati-Sutta&lt;/em&gt;. 

Es gibt diese beiden Wege, was übrigens auf diesem Blog mit anderen Einträgen und Kommentaren ausführlich diskutiert worden ist. Denn nach dem Zeugnis des Palikanons hat sich der Buddha an unterschiedliche Menschen gewandt, denen er entsprechend deren jeweiliger Veranlagung unterschiedliche Wege zur Befreiung gelehrt hat. 

Das moderne, meines Erachtens letztlich christlich oder auch monotheistisch verwurzelte und begründete Denken, dass es lediglich den einen Weg zur Erlösung gäbe, ist kein Charakteristikum der Lehre des Buddha. Er hat nämlich kein &quot;geschlossenes System&quot; vermittelt, sondern konkrete Praxislehren für naturgemäß unterschiedliche Menschen.

Das verstehen viele heutige Buddhisten oder die Goenka-Anhänger einfach nicht, wenn sie von einem einzig wahren Weg ausgehen. 

Ohne wirkliches Verständnis (das auch von rein intuitiver Art sein kann) keine wirkliche Liebe, die sich still in der Praxis zeigt und sich nicht selbst wiederholt deklariert.

Herzlich

Hans</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Rupaloka,</p>
<p>&#8220;Sandkasten&#8221; und &#8220;Förmchen&#8221; sind das nicht, sondern eine längst überfällige und vielsagende Diskussion zu zentralen Fragen. </p>
<p>Leider ist es Usus unter bestimmten Buddhisten, klares Denken abzuwerten, v. a. wenn sie inhaltlich nicht mehr weiterkommen. Damit sind sie auf dem Holzweg und machen sich bloß selbst etwas vor. Klares Denken hat laut Palikanon eine zentrale Funktion auf dem Befreiungsweg (wie auch mit dem angekündigten zweiten Teil dieser Kritik deutlich werden wird). </p>
<p>Du fragst: </p>
<p>&#8220;Was sollen denn die realen, objektiven Gegebenheiten sein, mit denen Du Goenkas Ansprüche und sein Selbstverständnis vergleichst? Außerdem zitierst Du mich: &#8220;Aus&#8221; logisch &#8220;nachvollziehbaren&#8221; ODER (!, bitte genau lesen, bevor Du zitierst) &#8220;von anderen berichteten Beobachtungen!&#8221; </p>
<p>Mit letzteren meine ich etwa die Berichte alter Schüler, die sie oben beschrieben haben, zu Sanktionen, die gegen sie ergriffen worden sind, weil sie Gehmeditation praktiziert haben; oder ein Theravada-Buch während eines Servicekurses lesen wollten; usw. Das sind objektive empirische Daten, aus denen sich bestimmte Schlüsse ziehen lassen (es sind weitere Belege für die spezifischen, mit der Lehre des Buddha laut Palikanon nicht vereinbaren Reinheitsauffassungen in der Tradition von S. N. Goenka).</p>
<p>Subjektive Meditationserfahrungen, auch wenn sie von anderen geteilt werden, gehören nicht dazu. </p>
<p>Denn es wird immer Anhänger von anderen Traditionen geben, die sie eben nicht teilen, und solchen Meditationserfahrungen unter Bezugnahme auf ihre eigenen Erfahrungen widersprechen. Dann haben wir jenes Kindergeplänkel (mit dem darüber hinaus deutlich zum Ausdruck gebracht wird, dass es mit der tieferen Einsicht nicht sonderlich weit her ist). </p>
<p>Hier liegt nach meiner Meinung auch ein wichtiger Grund, warum die buddhistischen Ordensregeln vorgeben, dass Ordinierte verwirklichte Befreiungsfrüchte nicht öffentlich kundgeben dürfen. Im Westen dagegen gehen einige fast schon &#8220;hausieren&#8221; mit ihren tollen Meditationserfahrungen oder Einsichten; und merken gar nicht, wie sehr sie damit lediglich ihr Ego zum Ausdruck bringen. </p>
<p>Echte Früchte zeigen sich in der Wahl der Worte, der Praxis und dem gelebten Beispiel, nicht in Deklarationen und Inanspruchnahmen.</p>
<p>Es ist nicht so, dass die Atemachtsamkeit laut der &#8220;Rede zum bewussten Ein- und Ausatmen&#8221; <em>Anapanasati-Sutta </em> zu den Vier Vergegenwärtigungen der Achtsamkeit &#8220;führt&#8221;, wie Du meinst. Laut dem Sutta &#8220;erfüllt&#8221; sie diese vielmehr, bringt sie innerlich zustande bzw. ist das eigentliche Instrument, um sie zu verwirklichen. Die Vier Vergegenwärtigungen der Achtsamkeit &#8220;erfüllen&#8221; dann die Sieben Glieder des Erwachens. Die letzteren &#8220;erfüllen&#8221; dann das befreiende Wissen &#8211; immer durch die oder innerhalb der Atembewusstheit. </p>
<p>Mit diesem &#8220;Erfüllen&#8221; oder &#8220;Zustandebringen&#8221; ist gemeint, wie auch eindeutig aus der ganzen nachfolgenden konkreten Beschreibung der Methode hervorgeht, dass DURCH, WÄHREND oder INNERHALB der Übung des bewussten Ein- und Ausatmens (nicht &#8220;nach&#8221;, wie bei Goenka) sich selbsttätig die Vier Vergegenwärtigungen usw. entfalten, bis hin zum befreienden Wissen. </p>
<p>Bestimmte Vipassana-Methoden (etwa von Lee Dhammadaro oder Ajahn Buddhadasa) setzen diese Anweisungen z. B. konkret in der Weise um, dass sie sukzessive den ganzen Körper ALS VON Atem oder Sauerstoff erfüllt in eine systematisch entfaltete Bewusstheit einschließen (was durch den Sauerstofftransport über das Blut in alle Körperzellen real der Fall ist). </p>
<p>Diese Methoden sind vom technischen Ablauf ganz anders aufgebaut als das Body Sweeping von S. N. Goenka. </p>
<p>Den intellektuellen Vordenkern seines Systems geht es auch darum, eine klare Trennung zur Atembewusstheit vorzunehmen. So lautet das Buch von Marshall Glickman explizit &#8220;Beyond the Breath&#8221;. Und von Goenka gibt es kaum Aussagen zum <em>Anapanasati-Sutta</em>. Der tiefere Grund für jene Trennung liegt meines Erachtens darin, dass die Atembewusstheit in besonderer Weise das universelle Nicht-Selbst verdeutlicht; und letzteres durch Goenka &#8220;indisch&#8221; umgedeutet wird (um nicht immer &#8220;hinduistisch zu sagen, weil &#8220;Hinduismus&#8221; ein sehr breiter Überbegriff über verschiedene altindisch verwurzelte Religionen ist), wodurch es Raum für Lehren von einem wahren Selbst lässt (dazu siehe oben).</p>
<p>Achtsamkeit ist nicht dasselbe wie Konzentration. Studiere etwa einmal den Abhidhamma, der Konzentration als einen neutralen Faktor beschreibt, der heilsamen wie auch unheilsamen Zwecken dienen kann, Achtsamkeit dagegen als einen aufgrund des einhergehenden &#8220;Sehens&#8221; heilsamen Faktor; oder lies sorgfältig die Reden (aber nicht in KE Neumanns uralten Übersetzungen). </p>
<p>Natürlich kann sich Konzentration lediglich über Achtsamkeit einstellen, weil Achtsamkeit erforderlich ist, um auf ein Objekt ausgerichtet zu bleiben. Aber laut frühbuddhistischer Definition &#8220;sieht&#8221; Achtsamkeit darüber hinaus in das Wesen eines Objektes bzw. &#8220;versteht&#8221; es immer tiefer, bis die Drei Merkmale (Vergänglichkeit; unzureichende, das heißt die unbewussten Hoffnungen auf Permanenz nicht erfüllende Bestehensweise und Nicht-Selbst) befreiend aufscheinen. </p>
<p>Weiter schreibst Du: </p>
<p>&#8220;Du ignorierst auch völlig das Sutra über die Körperachtsamkeit, welches ich weiter oben zitierte. Da hebt der Buddha im Text ausdrücklich hervor, daß die Körperachtsamkeit eine wesentliche Besonderheit hat: ,… who ever develops and cultivates mindfulness directed to the body includes thereby all the wholesome states that partake of supreme knowledge.´ Das behauptet der Buddha so ausdrücklich von der Atemachtsamkeit nirgendwo.&#8221;</p>
<p>In diesem <em>Kayagatasati-Sutta</em> (MN 118) steht in der Tat der von Dir zitierte Satz. Denn dieses Sutta beschreibt einen Weg zur Befreiung auf Grundlage der konzentrativen Vertiefungen Jhanas. </p>
<p>Demgemäß erscheinen in diesem Sutta die einzelnen Methoden der Körperachtsamkeit (nämlich Achtsamkeit für das Atmen, die Positionen, die täglichen Aktivitäten, die Körperteile, die natürlichen Elemente und die Verwesungsstadien), wie sie ebenfalls in der &#8220;Rede über die Vier Vergegenwärtigungen der Achtsamkeit&#8221; Satipatthana-Sutta stehen, ABER OHNE den ausführlichen, nach jeder Methode wiederholten Zusatz zur Einsichtsentwicklung des <em>Satipatthana-Sutta</em> und anstattdessen jeweils mit der Beschreibung von Konzentration. </p>
<p>In anderen Worten: Im <em>Kayagatasati-Sutta</em> werden die einzelnen Methoden der Körperachtsamkeit lediglich dazu verwandt, die Konzentration immer höher zu entwickeln, bis hin zu den Jhanas. Sie werden dort im Anschluss an die Methoden der Körperachtsamkeit auch beschrieben. Auf Basis der Jhanas sind dann ebenfalls die befreienden Einsichten möglich.</p>
<p>Dagegen geht es im <em>Satipatthana-Sutta </em>(MN 10) und <em>Anapanasati-Sutta</em> (MN 118) um einen Weg zu den befreienden Einsichten unabhängig von den konzentrativen Vertiefungen Jhanas. Dieser &#8220;jhana-freie&#8221; Weg wird dort ebenfalls hoch gepriesen &#8211; im <em>Satipatthana-Sutta </em>als der &#8220;Direkte Weg&#8221; zur Befreiung; und im <em>Anapanasati-Sutta</em> als von &#8220;großer Frucht und großem Nutzen&#8221;, weil er in Form der Atembewusstheit als Dachbewusstheit bis hin zum befreienden Wissen führt. Das sind ähnlich ausdrückliche Betonungen der Befreiungswirkung wie der von Dir zitierte Satz des <em>Kayagatasati-Sutta</em>. </p>
<p>Es gibt diese beiden Wege, was übrigens auf diesem Blog mit anderen Einträgen und Kommentaren ausführlich diskutiert worden ist. Denn nach dem Zeugnis des Palikanons hat sich der Buddha an unterschiedliche Menschen gewandt, denen er entsprechend deren jeweiliger Veranlagung unterschiedliche Wege zur Befreiung gelehrt hat. </p>
<p>Das moderne, meines Erachtens letztlich christlich oder auch monotheistisch verwurzelte und begründete Denken, dass es lediglich den einen Weg zur Erlösung gäbe, ist kein Charakteristikum der Lehre des Buddha. Er hat nämlich kein &#8220;geschlossenes System&#8221; vermittelt, sondern konkrete Praxislehren für naturgemäß unterschiedliche Menschen.</p>
<p>Das verstehen viele heutige Buddhisten oder die Goenka-Anhänger einfach nicht, wenn sie von einem einzig wahren Weg ausgehen. </p>
<p>Ohne wirkliches Verständnis (das auch von rein intuitiver Art sein kann) keine wirkliche Liebe, die sich still in der Praxis zeigt und sich nicht selbst wiederholt deklariert.</p>
<p>Herzlich</p>
<p>Hans</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die Tradition des Vipassana von S. N. Goenka und ihre &#8220;reine Technik&#8221; des Buddha von Rupaloka</title>
		<link>http://www.buddha-heute.de/blog/2010/03/07/die-tradition-des-vipassana-von-s-n-goenka-und-ihre-reine-technik-des-buddha/comment-page-1/#comment-126</link>
		<dc:creator>Rupaloka</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 10:58:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://meinung.buddha-heute.de/2010/03/07/17/#comment-126</guid>
		<description>Lieber Hans,
So! Nun noch mal ausführlicher.
Du schreibst: ” hier geht es um eine Analyse der Tradition von S. N. Goenka und um einen Vergleich von deren spezifischen Ansprüchen und des spezifischen Selbstverständnisses mit den realen, objektiven Gegebenheiten.“
Was sollen denn die realen, objektiven Gegebenheiten sein, mit denen Du Goenkas Ansprüche und sein Selbstverständnis vergleichst?
Man kann es wohl schließen aus dem Maß, welches Du anlegst: „Dabei ziehe ich meine Schlüsse aus eindeutig nachvollziehbaren oder von anderen berichteten Beobachtungen oder aus Quellen des Palikanons, auf die sich die Tradition von S. N. Goenka selbst beruft.“
Aha!
Aus nachvollziehbaren und von anderen berichteten Beobachtungen! Das hab ich oben auch so getan, aber es scheint was anders zu sein, wenn ich es tue? Aus Quellen des Palikanons! Das tu ich auch, und wo ist der Unterschied?
Das Anapanasati Sutra scheint meiner Auffassung gar nicht zu widersprechen: Erst führt die Atemachtsamkeit zu den Vier Pfeilern der Achtsamkeit. Dann „ aber werden, ihr Mönche, die vier Pfeiler der Achtsamkeit geübt, sowie gepflegt, auf daß sie die sieben Erweckungen (bojjhanga) zustande bringen.“ Und da ist der Mönch dann aufgefordert, beim Körper über den Körper zu wachen ...usw.
Wie oft im folgenden das Wort „Achtsamkeit“ auftaucht, muss ich Dir nicht vor zählen. Aber was soll Achtsamkeit denn anders sein als Konzentration, die weiter fokussiert, also höher noch sein muss als bei der Fixierung auf nur ein Objekt? Und Du ignorierst völlig, daß nicht ich die Konzentration in den Vordergrund stelle. Sondern in dem Sutra, das ich oben schon zitiert habe, der Buddha das sagt, als wesentliche Voraussetzung zur Erreichung der letzten Befreiung.
Du ignorierst auch völlig das Sutra über die Körperachtsamkeit, welches ich weiter oben zitierte. Da hebt der Buddha im Text ausdrücklich hervor, daß die Körperachtsamkeit eine wesentliche Besonderheit hat: „... who ever develops and cultivates mindfulness directed to the body includes thereby  all the wholesome states that partake of supreme knowledge.”
Das behauptet der Buddha so ausdrücklich von der Atemachtsamkeit nirgendwo.
Mein Vorwurf an Goenka ist, daß er die Technik nicht kennt, die Körperachtsamkeit hoch genug zu entwickeln. Darum kommen seine Schüler nicht bis zum Ende. Das Problem haben andre Lehrer  auch. Aber das ist ein anders Thema.

Ohne Liebe ist alles nichts.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Hans,<br />
So! Nun noch mal ausführlicher.<br />
Du schreibst: ” hier geht es um eine Analyse der Tradition von S. N. Goenka und um einen Vergleich von deren spezifischen Ansprüchen und des spezifischen Selbstverständnisses mit den realen, objektiven Gegebenheiten.“<br />
Was sollen denn die realen, objektiven Gegebenheiten sein, mit denen Du Goenkas Ansprüche und sein Selbstverständnis vergleichst?<br />
Man kann es wohl schließen aus dem Maß, welches Du anlegst: „Dabei ziehe ich meine Schlüsse aus eindeutig nachvollziehbaren oder von anderen berichteten Beobachtungen oder aus Quellen des Palikanons, auf die sich die Tradition von S. N. Goenka selbst beruft.“<br />
Aha!<br />
Aus nachvollziehbaren und von anderen berichteten Beobachtungen! Das hab ich oben auch so getan, aber es scheint was anders zu sein, wenn ich es tue? Aus Quellen des Palikanons! Das tu ich auch, und wo ist der Unterschied?<br />
Das Anapanasati Sutra scheint meiner Auffassung gar nicht zu widersprechen: Erst führt die Atemachtsamkeit zu den Vier Pfeilern der Achtsamkeit. Dann „ aber werden, ihr Mönche, die vier Pfeiler der Achtsamkeit geübt, sowie gepflegt, auf daß sie die sieben Erweckungen (bojjhanga) zustande bringen.“ Und da ist der Mönch dann aufgefordert, beim Körper über den Körper zu wachen &#8230;usw.<br />
Wie oft im folgenden das Wort „Achtsamkeit“ auftaucht, muss ich Dir nicht vor zählen. Aber was soll Achtsamkeit denn anders sein als Konzentration, die weiter fokussiert, also höher noch sein muss als bei der Fixierung auf nur ein Objekt? Und Du ignorierst völlig, daß nicht ich die Konzentration in den Vordergrund stelle. Sondern in dem Sutra, das ich oben schon zitiert habe, der Buddha das sagt, als wesentliche Voraussetzung zur Erreichung der letzten Befreiung.<br />
Du ignorierst auch völlig das Sutra über die Körperachtsamkeit, welches ich weiter oben zitierte. Da hebt der Buddha im Text ausdrücklich hervor, daß die Körperachtsamkeit eine wesentliche Besonderheit hat: „&#8230; who ever develops and cultivates mindfulness directed to the body includes thereby  all the wholesome states that partake of supreme knowledge.”<br />
Das behauptet der Buddha so ausdrücklich von der Atemachtsamkeit nirgendwo.<br />
Mein Vorwurf an Goenka ist, daß er die Technik nicht kennt, die Körperachtsamkeit hoch genug zu entwickeln. Darum kommen seine Schüler nicht bis zum Ende. Das Problem haben andre Lehrer  auch. Aber das ist ein anders Thema.</p>
<p>Ohne Liebe ist alles nichts.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die Tradition des Vipassana von S. N. Goenka und ihre &#8220;reine Technik&#8221; des Buddha von Rupaloka</title>
		<link>http://www.buddha-heute.de/blog/2010/03/07/die-tradition-des-vipassana-von-s-n-goenka-und-ihre-reine-technik-des-buddha/comment-page-1/#comment-124</link>
		<dc:creator>Rupaloka</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 08:09:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://meinung.buddha-heute.de/2010/03/07/17/#comment-124</guid>
		<description>Ja, Hans, den Sandkasten hast Du dir hier aufgemacht. Und die Förmchen, mit denen Du hier spielst, scheinen mir, auch wenn ich gründlich lese, von meinen nicht so verschieden.

Hatte nicht der Buddha so was gesagt von: Dann geht mal ein Stück des Weges und entscheidet, was es Euch bringt.

Und so seh&#039;  ich das auch!

Noch mehr Liebe!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, Hans, den Sandkasten hast Du dir hier aufgemacht. Und die Förmchen, mit denen Du hier spielst, scheinen mir, auch wenn ich gründlich lese, von meinen nicht so verschieden.</p>
<p>Hatte nicht der Buddha so was gesagt von: Dann geht mal ein Stück des Weges und entscheidet, was es Euch bringt.</p>
<p>Und so seh&#8217;  ich das auch!</p>
<p>Noch mehr Liebe!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die Tradition des Vipassana von S. N. Goenka und ihre &#8220;reine Technik&#8221; des Buddha von Hans</title>
		<link>http://www.buddha-heute.de/blog/2010/03/07/die-tradition-des-vipassana-von-s-n-goenka-und-ihre-reine-technik-des-buddha/comment-page-1/#comment-123</link>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 12:18:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://meinung.buddha-heute.de/2010/03/07/17/#comment-123</guid>
		<description>Hallo Rupaloka,

Danke für Deine Liebesbekundung an das Universum generell oder mich speziell, trotzdem muss ich Dir sagen: Du wiederholst Dich!

Das habe ich mit Deiner ersten Antwort schon verstanden, dass Du diese Methode ganz toll und noch toller als alle anderen findest (etwa mit Deiner letzten Aussage: &quot;... dass die von Goenka gelehrte Technik schneller weiter führt&quot;). 

Offenbar geht es Dir entgegen Deiner eigenen Einleitung doch um den &quot;&quot;Wahrheitsgehalt der Lehre Goenkas&quot;. Ansonsten würdest Du nicht sagen: &quot;Also spricht meines Erachtens schon der Anschein dafür, daß die Technik richtig ist ... schneller weiter führt.&quot; 

Hier sagst Du nicht, dass sie für Dich persönlich richtig ist und schneller weiter führt. Du meinst, dass sie generell schneller weiter führt als andere Methoden. Grundlage für diese Aussage sind lediglich Deine subjektiven Meditationserfahrungen und Eindrücke oder die anderer. Dass man aber solche eigenen oder fremden inneren Erfahrungen nicht zur Grundlage allgemeiner Wahrheitsaussagen machen kann, habe ich oben sorgfältig näher begründet; und will es deshalb hier nicht wiederholen. 

Ich werde auch nicht in eine Art Konkurrenzgerede über persönliche Erfahrungen oder Eindrücke einsteigen, indem ich hier eigene Erfahrungen zur Grundlage von Wahrheitsbehauptungen in Bezug auf eine andere Methode mache. Das wäre im Grunde ja nichts anderes als das Kindergeplänkel im Stile von: &quot;Aber MEINS ist noch besser und MEINE Erfahrung zählt noch mehr!&quot;. Wie wir wissen, hauen sich am Ende solche Kinder. Leider findet sich dieser Kindergeplänkel in der Religionsgeschichte massenhaft, dort aber mit höchst grausamen Ausgängen. 

Wenn es bloß um einen inspirierenden Erfahrungsaustausch ohne jene Wahrheitsbehauptungen geht, kann man es natürlich machen. 

Aber hier geht es um eine Analyse der Tradition von S. N. Goenka und um einen Vergleich von deren spezifischen Ansprüchen und spezifischen Selbstverständnisses mit den realen, objektiven Gegebenheiten. Dabei ziehe ich meine Schlüsse aus eindeutig nachvollziehbaren oder von anderen berichteten Beobachtungen oder aus Quellen des Palikanons, auf die sich die Tradition von S. N. Goenka selbst beruft. 

Ich kenne persönlich einige Beispiele von sehr alten Schülern der Goenka-Tradition, die aus einem gewachsenen Unbehagen später andere Vipassana-Methoden aufgenommen und praktiziert haben, etwa diejenige von Bhante Sujiva aus der Mahasi-Sayadaw-Tradition. Es war für sie eine regelrechte Offenbarung zu sehen, wie viel weiter Vipassana sein und wie viel tiefer es gehen kann, als sie vorher geglaubt hatten. 

Anmerkung: Wer sich für Zentren mit Lehrenden mit einem Hintergrund in der Mahasi-Vipassana-Richtung in Europa interessiert, und die keine ethnischen Tempel für Auslandsasiaten sind, empfehle ich besonders das italienische Zentrum &lt;a href=&quot;http://www.piandeiciliegi.it/Programma/tabid/475/Default.aspx#English&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Piandeiciliegi &lt;/a&gt;nahe Mailand, das tschechische Zentrum &lt;a href=&quot;http://www.dibbavana.wz.cz/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Dibbavana &lt;/a&gt;bei Marienbach an der Grenze nahe Hof - bei näheren Infos schreibe direkt an die dort am Ende genannte Adresse - oder die Orte bzw. Zentren in verschiedenen Ländern, wo Bhante Sujiva &lt;a href=&quot;http://www.sujiva.wz.cz/english/schedule.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;seine Kurse&lt;/a&gt; gibt, Website- und Kontakt-Adressen dort. Wer sich für eine Übersicht über Praxisorte in Asien interessiert, sei der regelmäßig aktualisierte &lt;a href=&quot;http://www.retreat-infos.de/page15/page15.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Retreatführer von Dieter Baltruschat&lt;/a&gt; empfohlen.

Du schreibst: &quot;Dass Körperachtsamkeit schon vom Begriff her mehr umfasst als Atemachtsamkeit muss ich doch nicht weiter begründen.&quot; Diese persönliche und subjektive Meinung bleibt Dir unbenommen, aber Du kannst sie nicht mit den Quellen des Palikanons begründen. 

Lies einmal genau zum Beispiel das Anapanasati-Sutta (&lt;em&gt;Mittlere Sammlung&lt;/em&gt; 118). Mit einem ungefilterten, klaren Blick wirst Du feststellen, dass demnach die Atemachtsamkeit das Dach bzw. die übergeordnete und durchgehende Bewusstheit ist, unter der sich sowohl die Körperachtsamkeit als auch die Empfindungsachtsamkeit als auch die Achtsamkeit für die geistigen Vorgänge als auch die Achtsamkeit für die Natürlichen Wahrheiten entfaltet; und zwar bis hin zum befreienden Wissens. Oder lies das oben zitierte Werk von Bhikkhu Nyanamoli, mit dem er die vielen kanonischen Lobpreisungen der Atemachtsamkeit zusammengestellt hat.

Aber Du machst mit Deinem Zitat (das ja in keiner Weise begründet, dass Körperachtsamkeit mehr umfasst als Atemachtsamkeit) indirekt einen anderen wichtigen Punkt deutlich: 

Dass für Dich die Goenka-Methode primär eine Konzentrationsmethode ist. Ich habe weiter oben Mary Thanissara zitiert, die nach rund 60 (!) Kursen in der Goenka-Tradition und 12 Jahren als führende Nonne in der Ajahn Chah-Tradition just diese Feststellung gemacht hat: Dass die Goenka-Methode eine hervorragende Konzentrationsmethode ist, aber nicht zu wirklich tiefen Einsichten führen kann. Alle alten Schüler der Goenka-Tradition, die ich kenne, und die später andere Vipassana-Methoden geübt haben, bestätigen dies. 

Verständnis :-) 

Hans

PS: Ich habe übrigens keine schlechten Erfahrungen mit der Goenka-Tradition von der Art gemacht, dass sie mich jemals ausgeschlossen hätten. Allerdings war mein letzter Kurs der Jahresendkurs 2008 in der Tschechei, also einige Zeit vor dieser Diskussion. Es wird spannend, wenn ich mich einmal wieder zu einem Kurs anmelden möchte. 

Der Grund für die Diskussion, die ich hier angestoßen habe, ist lediglich ein bestimmtes Unbehagen, das ich oben näher begründet habe. 

Ich verdeutliche einen (!) Hauptaspekt mit einem amüsanten Gleichnis: 

Stell Dir vor - eine Ausstellung reinrassiger Hunde (= Vipassana-Methoden, die auf der Lehre des Buddha wie überliefert mit den Quellen des Palikanons beruhen). Nun kommt ein sehr zufrieden lächelnder indischer Herr mit einem Pinscher, dem er wunderbar das Fell zurecht geschnitten und eine dicke Sonnenbrille aufgesetzt hat (= Methode und Lehre als eine Mischung aus frühbuddhistischen, sehr spätbuddhistischen und hinduistischen Reinheits- und Selbst-Lehren, deklariert von Goenka als die &quot;reine Technik&quot; und der &quot;reine Dhamma&quot; des Buddha). 

Auf der Ausstellung präsentiert er den Pinscher mit größtem Selbstbewusstsein und redegewandt als den einzig wirklich reinrassigen unter allen dort präsentierten Hunden (= die einzige wahre oder &quot;reine Technik&quot; des Buddha). 

Der Herr weiß, wie er Menschen überzeugen und für seine Vorhaben gewinnen kann. Denn er war früher ein sehr erfolgreicher, weltweit tätiger Geschäftsmann, bevor er sich voll seinem &quot;buntem Hund&quot; gewidmet hat.

Unter dem Eindruck des so selbstbewussten Inders und des bunten Hundes mit dem wunderbar zurecht geschnittenen Fell sind die meisten Zuhörer begeistert. Die Begeisterung greift um sich, und es bilden sich Fanklubs an verschiedenen Orten (= Zentren und Kurse dieser Tradition, Stadtgruppen). Dort werden die Meinungen des indischen Herrn mit Kassetten abgespielt und auf Videos gezeigt. 

Es ist kein Problem, sie einfach auf diese Weise technisch zu vervielfältigen, weil in den Fanclubs letztlich bloß die Meinungen des indischen Herrn zählen. Die Leiter der Fanklubs (= die Assistenzlehrenden) haben auch keine Schwierigkeiten damit, immer wieder die gleichen Kassetten und Videos abzuspielen, weil sie selbst überzeugt sind, dass letztlich bloß die Worte des Herrn zählen. 

Das macht Gespräche mit ihnen in den so genannten &quot;Interviews&quot; für offene, das heißt in mehrere Richtungen (darunter auch diejenige von Goenka) gleichermaßen interessierte Nichtfans, vor allem wenn sie über die Materie Bescheid wissen, eher langweilig. Denn die Gedanken der Leiter bewegen sich in jene engen vorgegebenen Spuren und gehen selten über deren Rand hinaus. Aber viele Fans merken es gar nicht wirklich, weil sie selbst die kaum hinterfragten, oben genannten Grundansichten teilen. Die anderen werden durch bestimmte Maßnahmen und Sanktionen auf Linie gebracht oder verlassen die Fanklubs. 

Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in den Fanclubs ist, dass ausschließlich dem bunten Hund gehuldigt wird, weil er ja nach der Meinung des indischen Herrn der einzig wirklich reinrassige Hund wäre. Daran darf nicht gezweifelt werden (= kritische Analysen oder Diskussionen sind nicht erwünscht, und andere Methoden dürfen nicht praktiziert werden). 

Andernfalls droht der Ausschluss. Die Begründung dafür lautet so: Wenn man auch an anderen Hunden interessiert sei, würde man kein alleiniger Fan von dem Hund von Goenka mehr sein. Aber man müsse unbedingt alleiniger Fan von diesem Hund sein, weil er der einzig wirklich reinrassige unter allen Hunden sei. Wenn man kein alleiniger Fan von ihm mehr sei, dürfe man auch nicht mehr an den Fanklubs teilnehmen. 

Die Fans beginnen gezielt bei vielen sich bietenden Gelegenheiten (über die PR-Maßnahmen der &quot;Outreach Commitees&quot;, die legitimatorischen Schriften der intellektuellen Vordenker der Tradition, andere eingespannte Autoren - dazu im Teil 2 der Kritik -, oder die einfachen Anhänger selbst) von diesem tollsten unter allen Hunden zu erzählen (z. B. wie Du hier).

Aber all dies ändert nichts daran: 

Der Hund ist ein Pinscher. Das kann ein guter Hund sein. Ich habe nichts gegen Pinscher. Aber man sollte den Leuten nichts vormachen, um seine eigenen und nicht bloß selbstlosen Zwecke umzusetzen. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Rupaloka,</p>
<p>Danke für Deine Liebesbekundung an das Universum generell oder mich speziell, trotzdem muss ich Dir sagen: Du wiederholst Dich!</p>
<p>Das habe ich mit Deiner ersten Antwort schon verstanden, dass Du diese Methode ganz toll und noch toller als alle anderen findest (etwa mit Deiner letzten Aussage: &#8220;&#8230; dass die von Goenka gelehrte Technik schneller weiter führt&#8221;). </p>
<p>Offenbar geht es Dir entgegen Deiner eigenen Einleitung doch um den &#8220;&#8221;Wahrheitsgehalt der Lehre Goenkas&#8221;. Ansonsten würdest Du nicht sagen: &#8220;Also spricht meines Erachtens schon der Anschein dafür, daß die Technik richtig ist &#8230; schneller weiter führt.&#8221; </p>
<p>Hier sagst Du nicht, dass sie für Dich persönlich richtig ist und schneller weiter führt. Du meinst, dass sie generell schneller weiter führt als andere Methoden. Grundlage für diese Aussage sind lediglich Deine subjektiven Meditationserfahrungen und Eindrücke oder die anderer. Dass man aber solche eigenen oder fremden inneren Erfahrungen nicht zur Grundlage allgemeiner Wahrheitsaussagen machen kann, habe ich oben sorgfältig näher begründet; und will es deshalb hier nicht wiederholen. </p>
<p>Ich werde auch nicht in eine Art Konkurrenzgerede über persönliche Erfahrungen oder Eindrücke einsteigen, indem ich hier eigene Erfahrungen zur Grundlage von Wahrheitsbehauptungen in Bezug auf eine andere Methode mache. Das wäre im Grunde ja nichts anderes als das Kindergeplänkel im Stile von: &#8220;Aber MEINS ist noch besser und MEINE Erfahrung zählt noch mehr!&#8221;. Wie wir wissen, hauen sich am Ende solche Kinder. Leider findet sich dieser Kindergeplänkel in der Religionsgeschichte massenhaft, dort aber mit höchst grausamen Ausgängen. </p>
<p>Wenn es bloß um einen inspirierenden Erfahrungsaustausch ohne jene Wahrheitsbehauptungen geht, kann man es natürlich machen. </p>
<p>Aber hier geht es um eine Analyse der Tradition von S. N. Goenka und um einen Vergleich von deren spezifischen Ansprüchen und spezifischen Selbstverständnisses mit den realen, objektiven Gegebenheiten. Dabei ziehe ich meine Schlüsse aus eindeutig nachvollziehbaren oder von anderen berichteten Beobachtungen oder aus Quellen des Palikanons, auf die sich die Tradition von S. N. Goenka selbst beruft. </p>
<p>Ich kenne persönlich einige Beispiele von sehr alten Schülern der Goenka-Tradition, die aus einem gewachsenen Unbehagen später andere Vipassana-Methoden aufgenommen und praktiziert haben, etwa diejenige von Bhante Sujiva aus der Mahasi-Sayadaw-Tradition. Es war für sie eine regelrechte Offenbarung zu sehen, wie viel weiter Vipassana sein und wie viel tiefer es gehen kann, als sie vorher geglaubt hatten. </p>
<p>Anmerkung: Wer sich für Zentren mit Lehrenden mit einem Hintergrund in der Mahasi-Vipassana-Richtung in Europa interessiert, und die keine ethnischen Tempel für Auslandsasiaten sind, empfehle ich besonders das italienische Zentrum <a href="http://www.piandeiciliegi.it/Programma/tabid/475/Default.aspx#English" rel="nofollow">Piandeiciliegi </a>nahe Mailand, das tschechische Zentrum <a href="http://www.dibbavana.wz.cz/" rel="nofollow">Dibbavana </a>bei Marienbach an der Grenze nahe Hof &#8211; bei näheren Infos schreibe direkt an die dort am Ende genannte Adresse &#8211; oder die Orte bzw. Zentren in verschiedenen Ländern, wo Bhante Sujiva <a href="http://www.sujiva.wz.cz/english/schedule.html" rel="nofollow">seine Kurse</a> gibt, Website- und Kontakt-Adressen dort. Wer sich für eine Übersicht über Praxisorte in Asien interessiert, sei der regelmäßig aktualisierte <a href="http://www.retreat-infos.de/page15/page15.html" rel="nofollow">Retreatführer von Dieter Baltruschat</a> empfohlen.</p>
<p>Du schreibst: &#8220;Dass Körperachtsamkeit schon vom Begriff her mehr umfasst als Atemachtsamkeit muss ich doch nicht weiter begründen.&#8221; Diese persönliche und subjektive Meinung bleibt Dir unbenommen, aber Du kannst sie nicht mit den Quellen des Palikanons begründen. </p>
<p>Lies einmal genau zum Beispiel das Anapanasati-Sutta (<em>Mittlere Sammlung</em> 118). Mit einem ungefilterten, klaren Blick wirst Du feststellen, dass demnach die Atemachtsamkeit das Dach bzw. die übergeordnete und durchgehende Bewusstheit ist, unter der sich sowohl die Körperachtsamkeit als auch die Empfindungsachtsamkeit als auch die Achtsamkeit für die geistigen Vorgänge als auch die Achtsamkeit für die Natürlichen Wahrheiten entfaltet; und zwar bis hin zum befreienden Wissens. Oder lies das oben zitierte Werk von Bhikkhu Nyanamoli, mit dem er die vielen kanonischen Lobpreisungen der Atemachtsamkeit zusammengestellt hat.</p>
<p>Aber Du machst mit Deinem Zitat (das ja in keiner Weise begründet, dass Körperachtsamkeit mehr umfasst als Atemachtsamkeit) indirekt einen anderen wichtigen Punkt deutlich: </p>
<p>Dass für Dich die Goenka-Methode primär eine Konzentrationsmethode ist. Ich habe weiter oben Mary Thanissara zitiert, die nach rund 60 (!) Kursen in der Goenka-Tradition und 12 Jahren als führende Nonne in der Ajahn Chah-Tradition just diese Feststellung gemacht hat: Dass die Goenka-Methode eine hervorragende Konzentrationsmethode ist, aber nicht zu wirklich tiefen Einsichten führen kann. Alle alten Schüler der Goenka-Tradition, die ich kenne, und die später andere Vipassana-Methoden geübt haben, bestätigen dies. </p>
<p>Verständnis <img src='http://www.buddha-heute.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  </p>
<p>Hans</p>
<p>PS: Ich habe übrigens keine schlechten Erfahrungen mit der Goenka-Tradition von der Art gemacht, dass sie mich jemals ausgeschlossen hätten. Allerdings war mein letzter Kurs der Jahresendkurs 2008 in der Tschechei, also einige Zeit vor dieser Diskussion. Es wird spannend, wenn ich mich einmal wieder zu einem Kurs anmelden möchte. </p>
<p>Der Grund für die Diskussion, die ich hier angestoßen habe, ist lediglich ein bestimmtes Unbehagen, das ich oben näher begründet habe. </p>
<p>Ich verdeutliche einen (!) Hauptaspekt mit einem amüsanten Gleichnis: </p>
<p>Stell Dir vor &#8211; eine Ausstellung reinrassiger Hunde (= Vipassana-Methoden, die auf der Lehre des Buddha wie überliefert mit den Quellen des Palikanons beruhen). Nun kommt ein sehr zufrieden lächelnder indischer Herr mit einem Pinscher, dem er wunderbar das Fell zurecht geschnitten und eine dicke Sonnenbrille aufgesetzt hat (= Methode und Lehre als eine Mischung aus frühbuddhistischen, sehr spätbuddhistischen und hinduistischen Reinheits- und Selbst-Lehren, deklariert von Goenka als die &#8220;reine Technik&#8221; und der &#8220;reine Dhamma&#8221; des Buddha). </p>
<p>Auf der Ausstellung präsentiert er den Pinscher mit größtem Selbstbewusstsein und redegewandt als den einzig wirklich reinrassigen unter allen dort präsentierten Hunden (= die einzige wahre oder &#8220;reine Technik&#8221; des Buddha). </p>
<p>Der Herr weiß, wie er Menschen überzeugen und für seine Vorhaben gewinnen kann. Denn er war früher ein sehr erfolgreicher, weltweit tätiger Geschäftsmann, bevor er sich voll seinem &#8220;buntem Hund&#8221; gewidmet hat.</p>
<p>Unter dem Eindruck des so selbstbewussten Inders und des bunten Hundes mit dem wunderbar zurecht geschnittenen Fell sind die meisten Zuhörer begeistert. Die Begeisterung greift um sich, und es bilden sich Fanklubs an verschiedenen Orten (= Zentren und Kurse dieser Tradition, Stadtgruppen). Dort werden die Meinungen des indischen Herrn mit Kassetten abgespielt und auf Videos gezeigt. </p>
<p>Es ist kein Problem, sie einfach auf diese Weise technisch zu vervielfältigen, weil in den Fanclubs letztlich bloß die Meinungen des indischen Herrn zählen. Die Leiter der Fanklubs (= die Assistenzlehrenden) haben auch keine Schwierigkeiten damit, immer wieder die gleichen Kassetten und Videos abzuspielen, weil sie selbst überzeugt sind, dass letztlich bloß die Worte des Herrn zählen. </p>
<p>Das macht Gespräche mit ihnen in den so genannten &#8220;Interviews&#8221; für offene, das heißt in mehrere Richtungen (darunter auch diejenige von Goenka) gleichermaßen interessierte Nichtfans, vor allem wenn sie über die Materie Bescheid wissen, eher langweilig. Denn die Gedanken der Leiter bewegen sich in jene engen vorgegebenen Spuren und gehen selten über deren Rand hinaus. Aber viele Fans merken es gar nicht wirklich, weil sie selbst die kaum hinterfragten, oben genannten Grundansichten teilen. Die anderen werden durch bestimmte Maßnahmen und Sanktionen auf Linie gebracht oder verlassen die Fanklubs. </p>
<p>Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in den Fanclubs ist, dass ausschließlich dem bunten Hund gehuldigt wird, weil er ja nach der Meinung des indischen Herrn der einzig wirklich reinrassige Hund wäre. Daran darf nicht gezweifelt werden (= kritische Analysen oder Diskussionen sind nicht erwünscht, und andere Methoden dürfen nicht praktiziert werden). </p>
<p>Andernfalls droht der Ausschluss. Die Begründung dafür lautet so: Wenn man auch an anderen Hunden interessiert sei, würde man kein alleiniger Fan von dem Hund von Goenka mehr sein. Aber man müsse unbedingt alleiniger Fan von diesem Hund sein, weil er der einzig wirklich reinrassige unter allen Hunden sei. Wenn man kein alleiniger Fan von ihm mehr sei, dürfe man auch nicht mehr an den Fanklubs teilnehmen. </p>
<p>Die Fans beginnen gezielt bei vielen sich bietenden Gelegenheiten (über die PR-Maßnahmen der &#8220;Outreach Commitees&#8221;, die legitimatorischen Schriften der intellektuellen Vordenker der Tradition, andere eingespannte Autoren &#8211; dazu im Teil 2 der Kritik -, oder die einfachen Anhänger selbst) von diesem tollsten unter allen Hunden zu erzählen (z. B. wie Du hier).</p>
<p>Aber all dies ändert nichts daran: </p>
<p>Der Hund ist ein Pinscher. Das kann ein guter Hund sein. Ich habe nichts gegen Pinscher. Aber man sollte den Leuten nichts vormachen, um seine eigenen und nicht bloß selbstlosen Zwecke umzusetzen.</p>
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