Der Beginn einer Reihe zum Dachthema der Überschrift

 

Mit „Religion“ sind hier primär die drei heutigen Hauptformen des Monotheismus gemeint (Judentum, Christentum und Islam), die ausgeprägte Systeme eines „bloßen Glaubens“ darstellen.

Aber es ist hier mit „Religion“ auch der spätere „Buddhismus“ gemeint.

Dieser steht für verschiedene „Mischformen“ des „universellen Gesetzes“ Dharmas, wie es vom historischen Buddha gemäß den alten und wissenschaftlich autoritativsten Quellen vermittelt worden ist, mit gezielt „konzipierten“ späteren bloßen Glaubenselementen.

Außerdem bedeutet die Verschiebung vom „Dharma“ des Buddhas zum späteren „Buddhismus“ die Verschiebung vom ursprünglichen spirituellen Individualismus zum späteren hierarchisch strukturierten, guruorientierten und institutionalisierten Kollektivismus.

Mit einem Bild gesprochen:

Die Urgemeinde um den historischen Buddha war eine Gruppe von „gehege“-freien „Wölfen“ mit der „Beute“ von Nichtwissen und Bedrängnissen, die im gleichgesinnten „Rudel“ durch das Land gezogen sind. Einzelne „Wölfe“ haben sich regelmäßig von dieser Gruppe abgesetzt und sind alleine weitergezogen.

Die späteren Formen des Buddhismus gleichen (mit klaren Ausnahmen) umzäunten Herden von „Schafen“, die etwa von Lamas, Roshis und Gurus „gehütet“ werden. Davon haben sie vor allem selbst einen Nutzen.

Der wohl einflussreichste Lehrer des Dharmas nach dem historischen Buddha, Nagarjuna, hat mit seinem Hauptwerk als das spirituelle Ideal der Zukunft den unabhängigen „Einzel-Erwachten“ (Pratyeka-Buddha) betont!

Das „universelle Gesetz“ des Dharmas hat die logisch nachweislichen wie auch die empirisch realisierbaren spirituellen „Naturgesetze“ zum Zwecke des zunehmenden Erwachens des menschlichen Herz-Geistes (citta) zum Inhalt.

„Religion“ kommt von lateinisch „religare“, was wörtlich bedeutet „an-“ oder „festbinden“, das heißt ein- oder beschränken. Also psychologisch bedeutet es im Grunde „Mind-Control“, das heißt eine manipulative Lenkung.

Das „Zurückverbinden“ an etwas „Höheres“, etwa einen „Gott“, ist eine apologetische, zweckbezogene bzw. falsche „Ausdeutung“.

„Zurückverbinden“ ist ein noch stärkeres „Anbinden“, weil es das Unterbinden einer spontanen, freien Bewegung bedeutet!

 

Beitrag eins – von „Dharma“ versus „Religion“)

Worum es „bei der Religion“ in Wahrheit geht!

Zu Ostern (2017):

 

„Auch wenn einer eine Millionen Soldaten in der Schlacht besiegt,

ist dennoch derjenige der ungleich größere Sieger,

der sich selbst besiegt!“

 

 

Der Buddha (wörtlich „Erwachte“),

Dhammapada 8, 103 (ein populäres Werk, wörtlich „Pfad des Gesetzes“)

 

 

 


Die Inhalte) 

 

1) Der größte psychologische Trick der Menschheitsgeschichte

2) Das primäre historische Gegenstück


3) Das „Mind Control“-Sytem des Monotheismus, ein wissenschaftlich bewiesenes Faktum


4) Ein historisch aufgezwungener Fremdkörper, ein wissenschaftlich bewiesenes Faktum


5) Das beste Mittel für eine geistige und spirituelle Weltvereinigung, bei Wahrung aller Unterschiede


6) Die Durchsetzung des monotheistischen „Mind Control“-Systems im „dunklen Mittelalter“ und bis heute


7) Die gefährlichste Form der „Mind Control“, der monotheistische „Exceptionalismus“


8) Der Grundmechanismus der Manipulation


9) Der parallele „Exceptionalismus“ im Judentum und dem Islam


10) Die Historizität des Buddhas, im Unterschied zu den monotheistischen Gründerfiguren


11) Der Monotheismus ist für die mit großem Abstand meiste Gewalt in der Geschichte verantwortlich: Die Gründe und die apologetische Verdeckung


12) Warum sich jede echte Ethik und der Monotheismus in Wahrheit gegenseitig ausschließen


13) Vertiefende eigene Texte zum Thema


14) Zu einer adäquaten Spiritualität für heute


15) Das größte heutige Problem

 


Der Dialog im Bild (für Vergrößerung anklicken):

 

Frau: „Und wann haben Sie herausgefunden, dass Sie Gott sind?“

Mann: „Ganz einfach: Als ich zu Ihm betete, merkte ich, dass ich mit mir selbst sprach!“

 

 

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* Deutsch] Beiträge und Kommentare kommen in geringeren Abständen auf den Blog-Spiegelseiten meiner Facebook-Chronik.

* English] Articles and comments appear in shorter distances on the blog mirror sites of my Facebook timeline (some in English next to the German – watch for the token „E“ – and some even only in English; just scroll down on thsoe blog mirror sites and look for them).

 

* Näheres zu dem in der Wissenschaft neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus – U Dhammaloka -, der im oben erscheinenden Logo der Hand mit dem Lotos genannt ist, steht im Vorwort zum Blog.

 

* Faceboook bietet viele Vorteile für das Erstellen von Beiträgen, weshalb es die Unterseiten auf diesem Blog mit den Spiegelbeiträgen zu meiner Facebook-Chronik gibt, die über diesen Link erreichbar ist.

* Reine Beiträge ausschließlich für diesen Blog, die ausführlicher sind, erscheinen in größeren Abständen unmittelbar unterhalb dieser Eröffnungsseite.

* Wenn Sie einen der Facebook-Spiegelbeiträge kommentieren wollen (und es nicht direkt auf Facebook machen möchten), können Sie es auf der jeweiligen Spiegelseite ganz unten machen. In diesem Falle nennen Sie bitte kurz die Überschrift des kommentierten Beitrags (weil das genaue Datum leider in den Spiegelbeiträgen nicht erscheint).

 

Die im Folgenden erscheinenden Direktlinks sind ein paar Beispiele für die Facebook-Spiegelbeiträge.

Gehen Sie am besten unmittelbar zu den jeweiligen Spiegelseiten – und scrollen dort die Beiträge durch, welches Thema am meisten interessiert.

Ich schreibe regelmäßig neue Beiträge (meistens auf Deutsch, manche auf Deutsch und Englisch sowie manche bloß auf Englisch).

 

Hier ein paar Beispiele (zum spirituellen und zum politischen Bereich).

Es ist eine kleine Auswahl aus deutlich mehr Beiträgen auf den Spiegelseiten selbst):

 

# „Warum schweigen die Lämmer?“ Psychologie-Professor Dr. Rainer Mausfeld: Der meistabgerufene Universitätsvortrag im deutschsprachigen Internet. Mein Kommentar und der Link.

Die “offizielle” Geschichte der Ereignisse, die zum 2. Weltkrieg führten, ist eine kolossale gezielte Lüge (zu einer spektakulären Forschungszusammenfassung von Dr. Yuri Rubtsov).

Dieser letztere Beitrag ist in verschiedenen Gruppen 144 mal weitergeteilt worden. Ein Muss besonders in Deutschland.

# Die Migration(swaffe) gegenüber Deutschland und Europa im weltpolitischen Rahmen:

Am Beispiel der Hetze der Transatlantiker und Opportunisten gegen die linke Charaktergröße Dr. Sahra Wagenknecht – wegen nichts!

# Die Hintergründe und Wurzeln des neuen Kalten Krieges: Hinweis auf eine herausragende Serie von Analysen.

 

# Wirklich befreiende spirituelle Praxis! Der „Dharma“ (das, was trägt) des historischen Buddhas für hier und heute.

# „Wer zu sich selbst finden will, darf andere nicht nach dem Weg fragen!“ Ein Zitat von Paul Watzlawick. Mein Kommentar; und im Anschluss daran mit einer ausführlichen Diskussion.

# „Do You Think ,Evil´ exists?“ Meine Antwort auf den Analysten John Le Bon (auf Englisch) – zugleich Ausdruck meiner „tiefsten“ Sicht.

# Eine eingehende Diskussion mit dem wichtigsten Neuübersetzer der Reden des Buddhas – dem Amerikaner Bhikkhu Bodhi (auf Englisch) über diese Frage: „What is the appropriate „Buddhist“ response to the plight of today´s world?“

 

# Handeln als „spiritueller Weg“.

Die buddhistischen Herzmeditationen – aus der Praxislehre „Dharma“, wörtlich „Das, was trägt“.

 

„Ein Musterbeispiel der Anschaulichkeit und wissenschaftlichen Präzision – der schweizer Friedensforscher Dr. Daniele Ganser; und wie ihn der bekannte deutsche tibetisch-buddhistische Mönch Tenzin Peljor „exemplarisch“ wahrnimmt!“

# Die „religiösen“ Vertreter des westlichen Buddhismus in ihrer (indirekten) Unterstützung des westlichen Imperialismus (Englisch).

# Zwei prominente Beispiele für die Imperialismus-Unterstützung westlicher buddhistischer Lehrer (Englisch): Known “Buddhists” who despite appearances are supporting Washington´s imperialistic policy (whether consciously or unconsciously).

# Mein Kommentar zu einem Beitrag von Bhikkhu Bodhi – A „spiritual“ distraction from the real roots: This is what the general Western „Buddhist“ (and monotheistic religious or esoteric) view on the roots of the current world problems really is!

 

# Der große Trick, kurz und bündig – wie die meisten Menschen leicht zu manipulieren sind.

# Ein Strandbesuch der besonderen Art! Zu den monotheistischen Grundlagen der aktuell zerstörerischen Imperialismen.

# Die kuriosen Kapriolen des „progressiven“ Vasallengeistes in Deutschland – am Beispiel des Hamburger „Grünen“-Vorsitzenden.

 

 

 

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
U Dhammaloka, hier im Vorwort

* Tipp: Die Spiegelung der Beiträge meiner Facebook-Chronik auf diesem Blog

 

 

Nichts ist wahr ohne allgemeine Evidenz:

Das Grundprinzip jeder echten Wissenschaft –

 

Über den christlichen Philosophen Robert Spämann

und „Begriffs-Dreimaster“!

 

 

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
U Dhammaloka, hier im Vorwort

* Tipp: Die Spiegelung der Beiträge meiner Facebook-Chronik auf diesem Blog

 

Eine Ergänzung zu den vorangegangenen beiden Beiträgen. Sie wird nach ihrem Erscheinen sukzessive erweitert, vor allem die Infoliste zu den unabhängigen Informationsmedien unten:

 

 

Wissenschaft versus Scheinwissenschaft,
Aufklärung versus Volksbetrug, Erwachen versus Selbstbetrug ->

 

Selbstdenken versus Manipulation, sehende Achtsamkeit versus verblendete Motive ->

 Selbstbestimmung versus Fremdbestimmung, Autonomie versus Zentralisierung ->

europäische Hauptstädte versus EU-Brüssel, unabhängige Medien versus gelenkte Mainstreammedien ->

Realwirtschaft versus Hochfinanz, goldgebundenes Geld versus bloßes(-US-)Papier(Geld) ->

Demokratie versus Plutokratie ->

 

Buddha in uns versus Pyramide:

 Wahrheit versus Lüge!

 

Über Meinungsmanipulation, die sogenannten „Verschwörungstheorien“ bzw. 

die Vertuschung immenser Staatsverbrechen

 

 

Inhalte:

 

Die Anschläge vom 11. September 2001

Charlie Hebod

Die Ukraine-Krise

Eine Liste unabhängiger Medien und Quellen

 

 

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Über Schein und Wahrheit

by Hans on 01/03/2015

 

 

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
U Dhammaloka, hier im Vorwort

* Tipp: Die Spiegelung der Beiträge meiner Facebook-Chronik auf diesem Blog

 

 

Über Schein und Wahrheit oder

über zwei verbreitete extreme Ansichten und den buddhistischen „Mittleren Weg“ –

Mit einem zentralen Anhang

 

 

Ein „klarstellendes“ Nachwort zu meinem letzten Blogbeitrag und der langen Auseinandersetzung im Anschluss daran mit dem Tibetologie-Dozenten und tibetischen Buddhisten Dr. Jan-Ulrich Sobisch.

Es ist auch ein Nachwort zu der eingehenden Diskussion primär mit Rafi Ganawal und Jan-Ulrich auf meiner Facebookseite (siehe dort die Einträge vom 10. Januar und vom 23. Januar).

Am Ende der Diskussion nach dem Facebook-Beitrag vom 23. Januar hat Rafi ein Video zu einer Politsatire-Sendung mit dem Kabarettisten Max Uthoff verlinkt, die beim Islamismus primär die USA kritisch aufs Korn nimmt.

Dies hat mich zu der folgenden Klarstellung bewegt, um keine Missverständnisse über meine Sicht zu diesem Kernthema entstehen zu lassen  –

Die Positionen von Sam Harris, der die Ursachen des weltweiten Islamismus in bestimmten islamischen Ansichten sieht, und die gegnerischen „apologetischen“ Positionen etwa des amerikanischen Religionswissenschaftlers Reza Aslan, der jene Ursachen in sozialen, ökonomischen oder gesellschaftlichen Verwerfungen sowie dem westlichem Imperialismus in der arabischen Welt sieht, zwei unzutreffende Extreme.

Es gibt hier drei Ursachenkomplexe, die zusammen interagierend den modernen religiösen, gewalttätigen Extremismus bedingen.

Wäre einer dieser drei Komplexe nicht gegeben, wäre heute dieser Extremismus nicht existent.

 

Diese drei Komplexe sind:

 

 

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Näheres zum neu entdeckten ersten westlichen buddhistischen Mönch,
U Dhammaloka, hier im Vorwort

 

 

Der Kern der weltweit zunehmenden Gewalt –
und die tragfähige Alternative

 

 

Vorbemerkung aus meiner aktuellen Perspektive:

 

Bitte lesen Sie nach diesem Beitrag auch die beiden oberen „Über Schein und Wahrheit“ sowie „Wissenschaft versus Scheinwissenschaft“.

Die unten angeführten Anschläge in Paris sind eine „False Flag“-Operation gewesen.

Einige Details dazu und vor allem der auf manchen kritischen Seiten erscheinende Video-Ausschnitt, der in der Medienberichterstattung nach den sogenannten Pariser „Anschlägen“ herausgeschnitten war,  kommen im Beitrag „Aufklärung versus Volksbetrug, Wissenschaft versus Scheinwissenschaft“. Das Gleiche gilt für die Anschläge vom 11. September 2001, wie es heute in den USA die Mehrheitsmeinung ist, wenngleich es dort von den gleichgeschalteten Mainstream-Medien kaum reflektiert wird (siehe dazu genau in jenen Beiträgen). Selbst die in den Medien allzu regelmäßig berichteten islamistischen Selbstmordattentate sind laut dem Geheimdienstexperten Andreas von Bülow zumindest zum Teil zu hinterfragen.

Die folgenden kritischen Aussagen zu den gewalt- und sklavereibegründenden Aussagen in den Quelles des Islams, zur handlungsleitenden Macht der Ansicht generell, zur Nichtadäquatheit bzw. Nichttragfähigkeit von Islam, Christentum oder Judentum für die heutige, wissenschaftlich geprägte Welt oder zur Probematik der (schein)wissenschaftlichen Apologetik (siehe v. a. die Diskussion unten mit dem Dozenten Dr. Jan-Ulrich Sobisch) bleiben weiterhin gültig.

Aber heute würde ich bei der Frage nach der Entstehung des Islamismus die Hauptrolle nicht mehr jenen unheilsamen Ansichten zumessen, sondern der westlichen und vor allem US-amerikanischen Expansion, die in den beiden oben genannten Beiträgen im Einzelnen mit Belegen thematisiert wird.

In diesem Zusammenhang sehe ich heute auch den Amerikaner Sam Harris deutlich kritischer, weil er diesen zuletzt genannten Punkt systematisch bzw. weitgehend ausklammert.

Seine generelle Kritik richtet sich bloß gegen die Monotheismen und zwar primär gegen den Islam, sekundär gegen das Christentum sowie tertiär gegen das Judentum. Er betont immer wieder alleine – und zu sehr – die handlungsleitende Macht der Ansicht.

Diese indirekte Kritik-Hierarchie erscheint mir auch problematisch.

Denn die Gewalt in der christlichen Geschichte ist insgesamt größer als die Gewalt in der islamischen Geschichte. Die moderate Form des heutigen Christentums ist über lange Zeit unter großen Opfern erkämpft worden. Die „False Flag“-Operation des 11. September 2001 und der damit gerechtfertigte „War On Terror“ zur weltweiten Durchsetzung von Macht- und Rohstoffinteressen geht auf christlich-evangelikale fundamentalistische Neokons in den USA wie G. W. Bush zurück. Und das Judentum ist die letztliche Quelle der monotheistischen Grundlehren.   

 

Zu den folgenden islamistischen Anschlägen an drei aufeinander folgenden Tagen –

 

7. Januar 15) Der Anschlag in Paris gegen das Satiremagazin „Charlie Hebdo“, mit insgesamt 17 Toten.

8. Januar 15) Die Auslöschung mehrerer Ortschaften im Norden Nigerias durch Boko Haram (laut BBC mit rund 2000 Toten), der bisher größte Angriff dieser Terrorgruppe.

9. Januar 15) Der Beginn von 1000 Peitschenhieben, mit wöchentlich einem Teil davon, für einen kritischen saudiarabischen Blogger.

Außerdem gab es an diesen Tagen und seitdem die „ganz gewöhnlichen“ – und täglich oder alle paar Tage stattfindenden – Selbstmorddattentate irgendwo in der islamischen Welt; und neuerdings von kleinen Mädchen im Auftrag von Boko Haram im Norden Nigerias.

Lesen Sie dazu bitte auch den „klärenden“ Ergänzungsbeitrag, der über diesem Beitrag erscheint.

 

Nach dem Eingangsbeitrag folgt noch ein längerer eigener Beitrag  als eine Antwort (siehe Inhaltsübersicht unten), um diesen seit Jahren sich weiter verschärfenden Islamismus aus der Sicht der Lehre des Buddhas zu reflektieren; und die tragfähige Alternative zu benennen. Außerdem soll auch das, was ihre Manifestation im Westen primär verhindert, zur Sprache kommen.

 

Einleitend folgt hier jedoch zunächst ein kürzerer Beitrag, den ich am letzten Wochenende auf meiner Facebookseite gepostet habe.

Wegen einer guten Diskussion darüber auf Facebook bringe ich diesen kürzeren Beitrag jetzt auch hier, also bevor der oben erwähnte Hauptbeitrag fertig ist, der hier im gleichen Feld im Anschluss kommen wird

Es handelt sich dabei um meinen Beitrag zur Sendung „Im Gespräch“ im „Deutschlandradio Kultur“ vom 10. Januar 2015 zum Thema, wie dem Islamismus zu begegnen sei (hier noch etwas erweitert).

Aber eine Vorwarnung – diese Stellungnahme ist leicht polemisch und schwer verdaulich für synkretistische Gemüter. Nichtsdestoweniger geht es um Tatsachen!

Bei den Kommentaren zu diesem kürzeren Beitrag hier im Blog weiter unten erscheinen die von Dr. Jan-Ulich Sobisch auf Facebook geposteten Beiträge (mit seinem Einverständnis), einem mir bekannten Tibetologen und Buddhismusforscher, sowie meine jeweiligen Antworten auf ihn. Dabei ist vor allem die eingehende zweite Antwort auf ihn mit diversen konkreten Belegen wichtig.

Für die weiteren guten und öffentlichen Diskussionsbeiträge von anderen (darunter von Christof Spitz, dem deutschen Hauptübersetzer des Dalai Lamas)
siehe direkt auf Facebook in meiner Chronik unter diesem Link.

Eine zweite Diskussion zu diesem Thema, vor allem mit Rafi Ganawal, kommt auf Facebook zum darauffolgenden Eintrag.

Ich empfehle Ihnen, hier einen Kommentar zu hinterlassen.

Aber Sie können sich auch auf Facebook in die Diskussion einbringen. Denn die Einstellungen sind dort so, dass in meiner Chronik jeder kommentieren kann, auch wenn er nicht zum näheren oder weiteren „Facebook-Freundeskreis“ gehört. Sie müssen dafür bloß Facebook-Mitglied sein.

 

Inhaltsverzeichnis: 

 

Der kürzere Eingangsbeitrag:

A) Was wir wirklich brauchen …!

Der Hauptbeitrag zu diesem  Thema in Form der folgenden  Debatte:

B) Meine näheren Antworten auf Jan-Ulrich Sobisch

Diese Antworten beziehen sich die nachfolgenden Einwände von Jan, nämlich –

C) Die näheren Einwände von Jan-Ulrich Sobisch

Diese letzteren Einwänden von Jan beziehen sich auf den älteren Eingangsbeitrag „Was wir wirklich brauchen“ ,

sowie auf die verschiedenen Kommentare unterhalb dieser drei Hauptbeiträge.

Hinweis zu Jan:

Der Tibetologe und tibetische Buddhist Dr. Jan-Ulrich Sobisch ist „Associate Professor for Tibetan Studies“ am „Department of Cross-Cultural and Regional Studies“ der Universität Kopenhagen. Zu seinem spirituellen Praxishintergrund siehe etwa hier auf seinem Blog.

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
U Dhammaloka, hier im Vorwort

* Tipp: Die Spiegelung der Beiträge meiner Facebook-Chronik auf diesem Blog

 

Hinweise:

 

1) Zu meinem Vortrag vom 14. November 2014:

An jenem Abend habe ich am “Buddhistischen Zentrum” von Dr. Sylvia Kolk in Hamburg einen Vortrag über die unterschiedlichen Befreiungstypen in der Lehre des Buddhas gehalten (54 Minuten); und im Anschluss eine halbstündigen Meditation geleitet. Die Vorinfos zu diesem Abend finden Sie hier auf der Zentrumswebsite.

Der ganze Abend steht seit 25. Dez. 14 unter diesem Link auf YouTube zur Verfügung. Beachten Sie dort bitte auch den Text unterhalb des Videos.

 

 

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2) Die frühere „Eröffnungsseite“ – mit allem Aktuellem und besonderen Hinweisen – erscheint jetzt unter diesem Link (siehe auch rechts bei den „Seiten“, weiter unten). Die „Übersicht“ jener Eröffnungseite führt zu den einzelnen Abschnitten (etwa aktuell zum Ergänzungsbeitrag zu meiner Übersetzung von Sam Harris in Buddhismus Aktuell 3/2014).

3) Der folgende Beitrag ist am 7. und 8. September deutlich erweitert worden, um spirituelle Kernbegriffe zu klären.

 

 

Das stärkste Zugpferd – Ansichten!

 

 

1) Einige prägnante Beispiele für dieses „stärkste Zugpferd“.

2) „Treffliche Sicht“ und „Treffliche Achtsamkeit“ versus „Verfehlter Sicht“ in der Praxislehre des Buddhas.

3) Über die Sicht vom eigenen getrennten „Selbst“ (das Bewusstsein von „Ich und mein“) und zum Thema Glück.

4) Die Sicht des Buddhas vom alles umschließenden Selbst und dem auf alles bezogenen „Nichtselbst“. Die Rolle des „(All-)Einheits“-Bewusstseins.

Was ein „Bodhisattva“ ist; und das Verhältnis der beiden Realitätsebenen. Was heißt „Wahres Selbst“?

5) Die Verhältnisse im Buddhismus im Westen ändern sich aktuell:

Die Schlüsselfunktion von Sam Harris mit seinem Buch Waking Up: A Guide to Spirituality without Religion, seiner „kontemplativen Wissenschaft“, des „Befreiungspragmatismus“ bzw. des vom Buddha gewiesenen spirituellen Gesetzes „Dharma“ (wörtlich „Das, was“ von innen her wirklich „trägt“). Über deren hauptsächliches Umsetzungsmittel für die moderne Welt, das auch Harris besonders hervorhebt – nämlich die Achtsamkeits- bzw. Einsichtspraxis „Vipassana“ (klares Sehen).

1) Dies ist eine Kernüberzeugung in der Lehre des Buddhas laut dem frühbuddhistischen Palikanon.

Sie sei hier praktisch illustriert, anhand von ein paar Beispielen, die jeder kennt, aber kaum einer unter jenem „Zugpferd“-Blickwinkel betrachtet.

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
U Dhammaloka, hier im Vorwort

* Tipp: Die Spiegelung der Beiträge meiner Facebook-Chronik auf diesem Blog

 

 

Zu Konstantin Wecker und dem Paar „gut“ oder „böse“:

Was steckt hinter den zunehmenden Konflikten?

 

Es geht (in der anschließenden Diskussion) auch um die Frage,

wie sich die Lehre des Buddhas zur Gewalt stellt.

 

 

Auf der Facebookseite von Konstantin Wecker habe ich einen Beitrag von ihm zu einer Kolumne des Spiegel-Autors Jan Fleischhauer näher kommentiert.

 

1) Zuerst jener Beitrag von Konstantin Wecker (vom 15. August 2014).

Er ist öffentlich, das heißt für jeden sichtbar, der auf Facebook eingeloggt ist:

 

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
U Dhammaloka, hier im Vorwort

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An der Universität Hamburg vom 18. – 21. 8. 2011

Hinweise (vom 6. Mai 2012):

Beachten Sie den Hinweis etwas weiter unten auf den im Herbst erscheinenden Sammelband zu dieser Konferenz.

Durch die kürzliche Umstellung auf das neue Framework hinter diesem Blog gab es ein paar Probleme mit nicht funktionierenden Links in diesem Beitrag. Diese Probleme sind behoben.

Zum Thema des Vergleichs von „Achtsamkeit“ im buddhistischen Ursprung und bei den westlichen Übernahmen bzw. Adaptionen vergleichen Sie den neuen Beitrag unter den „Rahmentexten“ (auch mit einem Magazinbeitrag, der dort im bebilderten Original zur freien Verfügung steht).

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
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* Tipp: Die Spiegelung meiner Facebook-Seite auf diesem Blog

 

 

Wie und warum der Freiherr so frei ist,

die Menschen hochsystematisch
zum Narren zu halten

 

 

Das Geheimnis seiner Popularität

Aus aktuellem Anlass werden vor dem angekündigten Beitrag im Folgenden bestimmte Aspekte der Causa „Guttenberg“ beleuchtet, die mir in der Medienberichterstattung und der öffentlichen Diskussion entweder zu wenig oder nicht beleuchtet scheinen. Das Thema Guttenberg ist nicht beendet. Schon jetzt kurz nach seinem Rücktritt sprechen sich viele seiner Parteigenossen für eine baldige Rückkehr aus. Aufgegeben hat Guttenberg bloß vorerst. Um seine Rückkehr in die große Politik zu verhindern, muss das Phänomen Guttenberg tiefer verstanden werden.

Im Folgenden wird eine durch und durch systematische Lügenstrategie Guttenbergs aufgedeckt, die nicht bloß für seine inzwischen als ein umfassendes Plagiat entlarvte Dissertation gilt, sondern etwa von Beginn bis zum Ende seines Umgehens mit den Vorwürfen gegen ihn nachzuweisen ist.

Für den Freiherrn hat die objektive Wahrheit nie wirklich eine Rolle gespielt, sondern, ob eine Aussage als Wahrheit verkauft werden kann, das heißt bei der jeweiligen Zielgruppe und in der Öffentlichkeit gut ankommt. Es werden auch Bezüge zu seinen politischen Entscheidungen hergestellt; und untersucht, warum Guttenberg bei weiten Teilen der Bevölkerung nach wie vor sehr populär scheint.

„In Wahrheit ist der Mensch ein Blender.
Aber er blendet so sehr, dass man denkt,
er sei eine Lichtgestalt.“

Peter Weissbach
Leserbrief in der Hamburger Morgenpost
vom 24. Februar

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
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Wer bewusst atmet, lebt wirklich!

Ein buddhistischer Beitrag zur besinnlichen Zeit,

die doch immer sein sollte

 

 

Unter diesem Link zu einer neuen Audiodatei auf meiner Website wird eine von mir angeleitete Meditation (rund 40 Minuten) zum kostenlosen Download angeboten. Sie beruht auf bestimmten Methoden der Achtsamkeits- bzw. Einsichtspraxis Vipassana, bei denen die Atembewusstheit als ein vollständiger Befreiungsweg gilt.

Copyright © Hans Gruber: Es ist bloß eine private, nichtkommerzielle Nutzung dieser geleiteten Meditation gestattet.

Der folgende Beitrag bietet vertiefende Hintergrundinformationen. Er ist keine Voraussetzung, um die Meditation nachzuvollziehen.

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Doch es handelt sich lediglich um Grade der Intoleranz:


Die Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen
vom „Zweiten Vatikanischen Konzil“ 1965 und zum Beispiel der neue „Päpstliche Rat zur Förderung der Neuevangelisierung“ vom 12. Okt. 2010.

 

 

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
U Dhammaloka, hier im Vorwort

* Tipp: Die Spiegelung meiner Facebook-Seite auf diesem Blog

 

 

Der folgende Beitrag ist eine kritische Betrachtung der Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen von dem als besonders fortschrittlich geltenden „Zweiten Vatikanischen Konzil“ 1965 und danach unter anderem des neuen „Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung“ des Abendlandes vom 12. Okt. 2010.

Der Ausgangspunkt ist der Kommentar eines Blogbesuchers, der im Folgenden auch zuerst erscheint (vollständig ist es der Kommentar 52 zu diesem Blogeintrag).

Danach kommt meine eingehende Antwort, die das neue Hauptthema eröffnet. In meiner zweiten Antwort geht es unter anderem um jenen aktuellen, am 12. Okt. 2010 gegründeten „Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung“.

 

Hinweise:

 

Beachte bei Interesse bitte auch die Funktionen des Blogs für Dich als Besucher sowie das Vorwort zum Blog.

Für das Ausdrucken des Beitrags MIT den Kommentaren (oder ausgewählter einzelner Abschnitte ) empfehle ich das Firefox-Addon „Print it!“, das Du hier findest. Den beliebten Browser Firefox kannst du kostenlos hier herunterladen. Die Printfunktion dieses Blogs gestattet nur den ganzen oder teilweisen Ausdruck des Hauptbeitrags.

 

Zuerst der Kommentar des Blogbesuchers: [click to continue…]

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
U Dhammaloka, hier im Vorwort

* Tipp: Die Spiegelung meiner Facebook-Seite auf diesem Blog

 

 

Die Gründe für die Publikation des folgenden Textes:

 

* Die Tradition des Inders S. N. Goenka repräsentiert eine einflussreiche heutige Richtung des Vipassana. Sie ist durch eine Monopolisierung des Begriffs „Vipassana“ charakterisiert, in Form der wissenschaftlich unbelegten Ansicht, dass der historische Buddha ausschließlich die von dieser Richtung vertretene Methode gelehrt habe. So spricht Goenka auf den einführenden Zehntageskursen mehrfach von der reinen Technik „pure technique“ des Vipassana und beschreibt einen Buddha, der diese „Technik“ als das eine Mittel zur Befreiung verbreitet habe. Das impliziert, dass andere Ansätze des Vipassanâ Abweichungen von der Lehre des historischen Buddha wären. In keiner anderen Tradition des Vipassana wird ein solcher Anspruch erhoben, alleine die eine Methode des Buddha zu vermitteln. Der folgende Text zeigt, woher dieser Anspruch in Wahrheit kommt.

* Die von der Tradition von S. N. Goenka betriebene Monopolisierung beeinflusst die Praktizierenden dieser Richtung, die folglich davon ausgehen, dass „Vipassana“ bloß das umfasse, was sie dort praktizieren und lernen.

* Außerdem werden Außenstehende in diesem Sinne beeinflusst. Sie übernehmen diese spezielle Sicht vom Vipassana zum Beispiel aus diversen PR-Maßnahmen und Selbstdarstellungen der Tradition oder dem Einführungsbuch in die Methode von S. N. Goenka.

Es sind mir zu diesen Fällen diverse Beispiele bekannt.

* Je größer diese Tradition des Vipassana wird, desto mehr verbreitet sie ihre spezielle Sichtweise. Deshalb erscheint das Korrektiv einer Diskussion wie etwa mit dem folgenden eingehenden Beitrag sinnvoll und notwendig.

Wissenschaftlich betrachtet ist „Vipassana“ der Überbegriff über die größte Praxisströmung des frühen Buddhismus Theravâda (Südostasien, Sri Lanka), die eine breite Palette unterschiedlicher methodischer Schulungen der Achtsamkeit und der damit verbundenen Traditionen umfasst.

* Die Monopolisierung des Begriffs „Vipassana“ in Form jenes Reinheits- bzw. Alleingeltungsanspruches und eine bestimmte, unten näher erklärte Organisationsstruktur dieser Tradition bewirken, dass deren Lehrende und Praktizierende eine starke Fokussierung auf die eigene, so genannte „reine Technik des Buddha“ zeigen; und damit zwangsläufig auch eine gewisse Traditionsspurigkeit bzw. Einsspurigkeit des Denkens, wie sie ihnen häufig von außenstehenden Beobachtern zugeschrieben wird.

In dieser Tradition herrscht eine gewisse Diskussionsfeindlichkeit in Bezug auf grundsätzliche Fragen, die sich nicht innerhalb des  „von oben“ vorgegebenen Rahmens des näheren Verstehenwollens der vermeintlich „reinen Technik “ oder „reinen Lehre“ des Buddha bewegen. Es wird damit begründet, dass solche Fragen lediglich von der Praxis der (reinen) Technik abhalten würden.

Näher betrachtet ist diese Haltung eher ein Schutzmechanismus vor dem Reflektieren derjenigen Ansichten und Prämissen, in welche die spezifische Meditationsmethode dieser Tradition eingebettet ist.

Vorweg möchte ich noch Folgendes betonen:

Es geht mir nicht um eine Ablehnung der Tradition von S. N. Goenka, weil ich mir der vielen positiven Aspekte dieser Tradition bewusst bin. So ist etwa mit meinem Kursbuch Vipassana neben anderen Strömungen auch diese Richtung positiv beschrieben worden. Denn die Richtung von S. N. Goenka bringt ernsthafte Meditation an einen relativ breiten Bevölkerungskreis.

Es geht mir um das Fördern eines Diskussionsprozesses, der den aus meiner Sicht negativen Aspekten dieser Tradition entgegenwirkt. Für ein wirkliches Gedeihen, das heißt nicht bloß in der Inselsituation der Anhänger, im von Aufklärung und wissenschaftlichem Denken geprägten Westen ist längerfristig betrachtet jenes Sichverschließen vor begründeten und wichtigen Fragen nicht zweckmäßig.

Wenn ich die folgende Analyse der Tradition von S. N. Goenka publiziere oder mit einem anderen Blogeintrag Kritik gegenüber der Lehre von Bhante Vimalaramsi übe, mache ich es aus Wertschätzung für die stark praxisorientierte Bewegung des Vipassana insgesamt und die ihr zugrunde liegende Lehre des Buddha. Diese verträgt sich sich nicht mit Alleingeltungs- oder Monopolansprüchen. Die Kritik gegenüber den Stellungnahmen zu der vollen Nonnenordination im entsprechenden Eintrag in diesem Blog hat den gleichen Grund.

Es würde der frühbuddhistischen Praxis und Lehre im Abendland zugute kommen, wenn ein Denken in Form von Alleingeltungsansprüchen (wie in den beiden eben erwähnten Vipassana-Traditionen), die im Vergleich zu den alten Quellen schlichtweg nicht haltbar sind, oder auch Patriarchalismus und Bedachtsein auf eigene Privilegien (wie hinter den genannten Stellungnahmen zur vollen Nonnenordination) nicht aufträten.

Anzumerken ist hier noch, dass sich diese Kritiken im Religionsvergleich auf relative Kleinigkeiten beziehen. So sind jene beiden Alleingeltungsansprüche moderat im Vergleich etwa zum Alleingeltungsanspruch des Katholizismus, der auf einer durch bestimmte Bibelstellen begründeten dogmatischen Glaubensüberzeugung beruht, die überlegene Kirche bzw. die einzige zum Heil führende Religion zu verkörpern und einen dementsprechenden globalen Missionsauftrag zu haben.

Auch die Stellung der Frau in den buddhistischen Traditionen – in manchen von ihnen herrscht eine weitgehende Gleichberechtigung und im Westen ist die Zahl der weiblichen buddhistischen Lehrenden annähernd so groß wie die Zahl der männlichen – ist wesentlich besser als im Katholizismus (ganz zu schweigen vom Islam).

 

Die Gliederung des folgenden Beitrags:

Einleitung
Ein substanzorientierter Reinheitsbegriff
Weitere Ausdrucksformen der besonderen Reinheitssicht
Der alte Bestand an Sankhâras
Die Vorteile der Technik

 

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
U Dhammaloka, hier im Vorwort

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Erstmals in der neueren Geschichte kam es am 22. Oktober 2009 zur vollen Ordination von Frauen im frühen Buddhismus Theravâda. Die Ordination ist von einer Gruppe einflussreicher westlicher Theravâda-Mönche, der Gemeinschaft des australischen Klosters Bodhinyana, feierlich bestätigt worden. Sie bedeutet einen entscheidenden weiteren Schritt zur Etablierung der buddhistischen Lehre im Abendland.

Das von dem populären Ajahn Brahm(avamso) geleitete Kloster Bodhinyana gehörte bis zu diesem Schritt zum abendländischen Zweig der thailändischen Waldtradition von Ajahn Chah. Auf einer großen Mönchsversammlung vom 1. November im Hauptkloster der Tradition, Wat Pah Pong in Thailand, wurde Ajahn Brahm aufgefordert, seine Bestätigung der Nonnenordination als nichtig zu erklären. Weil er dieser Aufforderung nicht entsprach, kam es zum Ausschluss Bodhinyanas aus der Tradition Ajahn Chahs.

Im Folgenden erscheint zuerst der entsprechende Informationsbeitrag von „Wisdom Publications“, der unter anderem manche der bisherigen Reaktionen beschreibt. Im Anschluss daran folgt der eigene Kommentar, der auch alle wichtigen Links zu den einzelnen Statements und weiterführenden Seiten enthält.

 

Aktuelle Ergänzungen (im Text fett markiert mit „Erg. I“, „Erg. II“ usw.):

 

* Am 2. Dez. 09 ist am Ende des Eintrags eine wichtige Sammlung von Links zu Ajahn Sujato ergänzt worden: Erg. I.
* Am 3. Dez. ist ein näherer Kommentar von mir zu dem mittlerweile publizierten Statement der westlichen Klöster der Linie von Ajahn Chah hinzugekommen: Erg.II.
* Am 5. Dez. habe ich einen Videovortrag von Ajahn Brahm zum Ausschluss seines Klosters eingebunden: Erg. III.
* Am 13. Dez. ist eine Beschreibung der buddhistischen Nonnen auf Taiwan ergänzt worden, die viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Erg. IV.

* Am 12. Jan. 10 ist ein Abschnitt zu einer Presseerklärung der traditionellen Mönche der Linie von Ajahn Chah und zu der Antwort (mit den jeweiligen Links) der „Buddhist Society of Western Australia“, der Trägerorganisation des australischen Klosters Bodhinyana, hinzugekommen: Erg. V.
* Am 17. Jan. 10 ist näher auf die Stellungnahme der westlichen Äbte der Linie von Ajahn Chah, „The Gathering of Elders“ von Anfang Dez. 09, eingegangen worden, weil sie Zweierlei klar zum Ausdruck bringt: Erg. VI.

 

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Der erwähnte Informationsbeitrag von Wisdom Publications:

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Zen-Kenner Michael Filzinger, ein Kommentator auf diesem Blog (nämlich nach dem Eintrag Konzentration und Befreiung sowie Rolle des Lehrers), hat mir zum Thema Meditation und achtsame Lebenspraxis geschrieben. Mein Standpunkt folgt danach.

 

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Bhante Vimalaramsi ist ein im deutschsprachigen Raum zunehmend aktiver amerikanischer Vipassana-Lehrer, der immer wieder behauptet, er vermittle ganz getreu die Lehre des Buddha, wie sie in den Redensammlungen des Pali-Kanon erscheine.

In diesem Kontext greift er andere Vipassana-Lehrende vor allem aus der Tradition von Mahasi Sayadaw an, die sich mit ihrem Ansatz nicht bloß auf die Reden des Buddha im Pali-Kanon, sondern auch auf die spätere Kommentarliteratur stützen.

Wie steht es also um diese Treue zu den Reden des Buddha im Pali-Kanon, die Bhante Vimalaramsi so sehr für sich beansprucht?

Im Folgenden kommt eine Kommunikation darüber zwischen einem guten Freund, der anonym bleiben will, und mir.

 

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Der Gesprächspartner dieses Blogeintrags „Sind die tiefen Konzentrationszustände Jhânas für die Befreiung notwendig?“, der anonym bleiben will, hat mir erneut geschrieben. Damit hat er den Anstoß zu einem neuen aufschlussreichen Thema gegeben.

Im Folgenden erscheint zunächst sein Text und danach meine Antwort.

Er ist wieder mit dem Abdruck seines Textes einverstanden. Auch Idakio hat mit seinem Kommentar (vgl. in jenem Blogthema) die Bedeutung von Sammlung und Vertiefung thematisiert.

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Dieses Blogthema beginnt mit dem Kommentar einer Besucherin von „Sind die tiefen Konzentrationszustände Jhânas für die Befreiung notwendig?“.

Der Eintrag zeigt eine Haltung zum Lehrer, der ich häufig begegnet bin.

Die eigene Antwort folgt im Anschluss.

Das Thema „Lehrer/Lehrerin“ ist in vielen Traditionen besonders wichtig.

 

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* Näheres zum neu entdeckten Urvater des westlichen praktizierten Buddhismus,
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Im Folgenden erscheint eine Diskussion über die Stellung der konzentrativen Vertiefungen „Jhanas“ in der Lehre des historischen Buddha, wie sie mit den ältesten vollständig überlieferten Redensammlungen im Pali-Kanon des Theravâda überliefert worden ist.

Die Diskussion dreht sich um die Kernfrage, ob laut den alten Reden des Buddha die konzentrativen Vertiefungen „Jhânas“ für die befreienden Einsichten notwendig sind. Der Diskussionspartner, der anonym bleiben möchte, vertritt diese Ansicht. Ich teile sie nicht.

 

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Des Kaisers Neue Kleider

by Hans on 03/11/2008

 

 

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Mit diesem sehr persönlichen Beitrag wird der letzte Akt des Abschieds von meinen Eltern und einer meiner Schwestern auf den jeweiligen Begräbnissen reflektiert. Dabei ziehe ich bestimmte Schlüsse aus einem Unbehagen, das ich zu gemeinsamen Aspekten dieser öffentlichen Begräbnisse hatte. Um dieses Unbehagen zu verdeutlichen, wird ein Vergleich zu dem berühmten Märchen von Hans-Christian Andersen „Des Kaisers neue Kleider“ gemacht.

 

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Finanzkrise alias Wertekrise

by Hans on 17/10/2008

 

 

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Nach der Betrachtung eines auffälligen Mankos in der politischen Diskussion um die Finanzkrise werden die geistigen Ursachen aus buddhistischer Perspektive reflektiert. In den Anmerkungen erscheinen weiterführende Informationen oder Links.

 

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Beitrag:

 

„Finanzkrise, Finanzkrise“, tönt es überall. Aber tiefer geblickt – auf die geistigen Ursachen – sollte es heißen „Wertekrise, Wertekrise“.

Oskar Lafontaine hat zutreffend kommentiert, dass die Finanzkrise lediglich ein Ausdruck einer tiefen Wertekrise der westlichen Gesellschaft sei. Ausdruck nämlich von verselbstständigten Begehrlichkeiten, des Nichtgenugkriegenkönnens der verantwortlichen Bankmanager und Spekulanten, die mit riskanten Finanzprodukten gehandelt haben, aber auch Ausdruck von verselbstständigten Begehrlichkeiten vieler Bürger, die vor allem in den USA und GB immer weitere Kredite auf ihre Immobilien aufgenommen haben. So ist die Blase bis zum Platzen gewachsen.

Aber das wird häufig genug hervorgehoben. Hier soll primär ein anderer Punkt angesprochen werden:

Warum wird bei der aktuell nachrangig behandelten Frage, in welcher Form die Verantwortlichen zur persönlichen Haftung herangezogen werden sollten, immer bloß daran gedacht, etwa die immensen Jahresgehälter der Bankmanager zu begrenzen, eine strengere Bankenaufsicht einzurichten oder manche Verantwortliche zu entlassen (mit gehörigen  Abfindungen und hohen lebenslangen Pensionen)? Finanzminister Peer Steinbrück betont, dass bei einem Brand die Brandstifter davon abgehalten werden müssten, zukünftig wieder einen Brand anzustiften.

Aber ist das nicht das Mindeste und ganz selbstverständlich?

Warum werden nicht vielmehr die Brandstifter in der Form zur Verantwortung gezogen, dass sie aus ihren privaten Vermögen einen Beitrag zur Brandlöschung leisten müssen, also persönlich für den von ihnen angerichteten Schaden haften müssen? Zumal diese privaten Vermögen zustande gekommen sind durch eben jenes Verhalten, das zu der Krise geführt hat. Warum werden stattdessen lieber gewaltige Steuersummen zur Brandlöschung aufgewandt?

Es müssten erst entsprechende Gesetze verabschiedet werden. Es gab in der Vergangenheit Anläufe, die nicht weit gediehen sind. Das gewöhnliche Gegenargument: Eine persönliche Verantwortung ließe sich bloß schwer nachweisen. Das mag schon sein. Aber der Hauptpunkt ist, dass zweifellos nur solche Gesetze bewirken würden, dass sich die Bediener der Schalthebel im Finanzmarkt- und Bankgeschehen genau überlegen würden, was sie tun. Denn sie wüssten, dass es im Falle von Fehlentscheidungen an ihre eigenen großen Vermögen gehen könnte.

Just dieselben Begehrlichkeiten nach immer höheren Profiten, die sie ohne solche Gesetze zu dem leichtfertigen Verhalten geführt haben, hätten sie mit solchen Gesetzen davon abgehalten. Denn sie würden nicht ihr privates Vermögen oder Hauptteile davon riskieren. Auch wenn manchmal eine persönliche Verantwortung schwer nachweisbar wäre, hätten die Gesetze in jedem Fall diese abschreckende Wirkung, die Vorsicht bedingt hätte oder künftig bedingen würde.

Das „Eilgesetz zur Stabilisierung des Finanzmarktes“, ein Rettungspaket von 500 Millarden Euro an Steuergeldern, ist von der Mehrheit des Bundestages gebilligt worden. Lediglich die Grünen und die Linken stimmten dagegen. Das Gegenargument der Grünen lautete, dass das Rettungspaket der Verantwortung für den Steuerzahlern nicht gerecht werde. Es sind auch vor allem die Grünen, die für jenes Gesetz eintreten, mit dem die Verursacher aus dem Finanz- und Bankensektor zur persönlichen Haftung mit ihrem Vermögen herangezogen werden könnten.

Ohne ein solches Gesetz kann zukünftig leicht wieder eine ähnliche Krise entstehen. Eine strengere Finanzaufsicht, die Kürzung von Jahresgehältern oder die Gefahr der Entlassung der verantwortlichen Manager wirken nicht abschreckend genug. Alleine die Gefahr der Haftung mit dem privaten Vermögen wäre abschreckend genug.

Warum also wird jenes nahe liegende Gesetz zur persönlichen Haftung der Verantwortlichen nicht verabschiedet? Welche „Bande“ zwischen der Politik und den Gestaltern der Großfinanz wirkt hier? Ein Indiz für diesen Bund hinter den Kulissen: Das Hilfs- oder Rettungspaket von 500 Millarden Euro ist ausschließlich in Zusammenarbeit mit führenden Vertretern des Finanzmarktes erarbeitet werden. Vertreter der Bürger oder Steuerzahler waren nicht an den Verhandlungen beteiligt, wie Renate Künast von den Grünen betont.

Wertekrise, in der Tat, aber anscheinend auch bei den meisten Anklägern aus der Politik.

Ein interessantes Detail: Es wird vermutet, dass viele Banken nicht auf das angebotene Rettungspaket zugreifen werden, weil der Staat im Falle dieser Banken die Jahresgehälter der führenden Manager auf 500 000 Euro begrenzen würde. Das heißt, ein Monatsgehalt von 41 666 Euro gilt ihnen als unzumutbar niedrig. Eben diese unersättliche Haltung ist der Grund, warum ein Gesetz zur persönlichen Haftung der Verursacher definitiv wirken würde. (1)

Das hat nichts mit „Neiddebatte“ zu tun. Fachliche Leistungsfähigkeit ist das Eine. Aber sie muss mit ethischer Motivation und innere Reife zusammengehen. Wenn sie dies nicht tut, indem sie Instrument ichzentrierter Motive ist, kann sie verheerende gesellschaftliche Auswirkungen haben.

„Verdient“ dieses Verhalten eine derart hohe Entlohnung? Welche Wertvorstellungen liegen der Vorstellung zugrunde, dass fachliche Leistung alleine es verdiene? Die Finanzkrise ist bloß ein aktuelles Beispiel. Es gäbe unzählige Beispiele aus der Geschichte. Jede Diktatur zum Beispiel war und ist bloß mit Hilfe fachlich hoch leistungsfähiger Personen möglich. Dass es auch anders geht, beweisen diverse Fälle. Ein aktueller solcher Fall wäre Barack Obama in den USA, der nach einem herausragenden Harvard-Abschluss in den Armenvierteln von Chicago gearbeit hat. (2)

Außerdem: Die Banker sagten selbst, ihre Produkte seien so kompliziert gewesen, dass sie diese nicht mehr verstanden hätten, so der emiritierte Wuppertaler Professor für Ästhetik, Bazon Brock. Dann gebe es aber keinen Grund, warum die Banker „Chef spielen“ und Anspruch auf Bonuszahlungen und hohe Gehälter erheben könnten.

An dieser Stelle ist die buddhistische Lehre anzusprechen, nach der Unersättlichkeit das eigentliche Problem ist, das sich nicht auf eine bestimmte Gruppe beschränkt. Jeder hat es schon erlebt. Es gilt ebenfalls für die erwähnten Bürger, die zu hohe Kredite auf ihre Immobilien aufgenommen haben.

Unersättlichkeit wurzelt in einer „verfehlten Sicht“ (micchâ ditthi), was die Bedingungen höheren Friedens oder Glücks sind. Hinter Unersättlichkeit verbirgt sich das Gefühl, dass Besitz, Gewinn oder Profit, sinnlicher Genuss, Vergnügen, Status und Lob das höchste Glück seien. Laut der Lehre des Buddha ist „verfehlte Sicht“, die im „Nichtsehen“ (avijjâ) des fixierenden Bewussteins von „Ich und mein“ wurzelt, die Hauptursache von Angst und Leiden in der Welt.

Die höheren Glücksformen gründen in Einigkeit des Gewissens, geistigem Frieden und Befreiung von inneren Zwängen, die aus einer zunehmend entwickelten Ethik (Motiven wie Nichthass, Nichtgier, Liebe, Mitgefühl, Mitfreude, Geduld und Freigiebigkeit), Sammlung und Weisheit bzw. befreiender, intuitiver Einsicht resultieren.

Es sind höhere Glücksformen, weil sie nicht von bestimmten „äußeren“, vergänglichen Bedingungen abhängen, obwohl sie mit ihnen einhergehen können, und durch diese Unabhängigkeit frei von Unruhe, Angst oder Unsicherheit sind. Es wohnt ihnen eine höhere Qualität inne, die sich in einer erhebenden, tief befriedigenden, veredelnden oder läuternden Wirkung manifestiert. (3)

Die Quelle dieser „inneren“ Entwicklung von Geist wie Herz – also von ethischer Motivation, geistiger Ruhe und Weisheit bzw. befreiender, intuitiver Einsicht – ist in wechselseitiger Ergänzung die methodische oder formale und die natürliche oder alltägliche Ausbildung einer durchschauenden, „Trefflichen Achtsamkeit“ (sammâ sati). (4)

Hans Gruber

 

Anmerkungen:

 

Anmerkung (1) Der emiritierte Wuppertaler Professor für Ästhetik, Bazon Brock, wirft Bundesfinanzminister Peer Steinbrück vor, die Öffentlichkeit bewusst getäuscht zu haben. Denn in den mit dem Rettungspaket für die Banken verabschiedeten Bedingungen sei keineswegs festgehalten, dass Manager von Banken bei Inanspruchnahme von Staatshilfen nicht mehr als 500 000 Euro verdienen dürften. Dort heiße es nur, man wolle darauf hinwirken, dass die Banker bereit seien, nicht mehr anzunehmen. Steinbrück habe also den Eindruck erweckt, er sorge jetzt für die Einhaltung von Regeln, dies dann aber doch nicht getan. (Deutschlandradio Kultur, Interview in „Ortszeit“, vom 27. 10. 08.)

Hier liegt wohl ein Hauptgrund, warum aktuell plötzlich doch viele Banken auf das Rettungspaket zugreifen wollen, entgegen anfänglicher Aussagen. Denn das altgewohnte Gehalt ist damit nicht bedroht. Peer Steinbrück hat nur so getan, um die Öffentlichkeit zu beschwichtigen.

Anmerkung (2) Das Video zu der letzten Präsidentschaftsdebatte zwischen John McCain und Barack Obama, der im Beitrag erwähnt wird, kann hier in voller Länge angesehen werden. Achten Sie genauso auf das Minenspiel der beiden Kontrahenten, während der eine dem anderen zuhört, wie auf deren Aussagen. Beide Gesichter werden in der 11/2-stündigen Debatte gleichzeitig eingeblendet. Es ist ein ganz besonderes Lehrstück über unterschiedliche geistige Qualitäten, und wie diese den Körper (das Gesicht) und die Stimme (die Worte) lenken.

Weitere Videos: Eine menschlich stark engagierte, mitreißende Rede von Barack Obama nach dessen Nominierung als Präsidentschaftskandidat vor der „Democratic National Convention“. Vielsagende kleine Sammlung von Zitaten John McCains, die von den großen US-Medien nicht gesendet wird. (Weitere Videos über ihn auf der kritischen Website www.therealmccain.com.)

Anmerkung (3) Zu der Frage, was die unterschiedlichen Glücksformen bedeuten, den Gründen für die Hierarchie bzw. Höher- oder Geringerwertigkeit zwischen ihnen, und anderen damit verknüpften Fragen, zum Beispiel den „religiösen“ Wurzeln einer materiell beschränkten Glückssicht, vergleiche dieses Interview. (Der verlinkte Text ist ein PDF-Dokument. Um es zu öffnen, benötigen Sie den Adobe Reader, der kostenlos hier heruntergeladen werden kann.)

Dieses eingehende Interview rund um den Buddhismus im Westen für heute ist im Hamburger Kunstmagazin Dare erschienen, der Ausgabe 2 zum Schwerpunktthema „Hype“. Ein kurzer informativer Beitrag des Deutschlandfunks über das neue unkonventionelle und mutige Kunstmagazin kann hier direkt angehört werden. Auf der Website gehört das Interview zur Rubrik „Aktuelles“.

Anmerkung (4) Ein Überblick zur frühbuddhistischen Achtsamkeits- bzw. Einsichtspraxis Vipassana ist der bebilderte eigene Eintrag zu „Vipassana“ auf Wikipedia (mein Wikipedia-Name ist Pramanam). Im Anhang dieses Eintrags gibt es diverse weiterführende Infos und Links. Eine Sammlung von Links zu Beiträgen rund um das Vipassana auf der Website „Buddha Heute“ erscheint hier.

 

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